Lokales

"Grillen und Chillen" in Owen

Ein Höhepunkt für die evangelische Jugend in Owen: Bei der "Domino-Night" trafen sich etwa 150 Jugendliche und junge Erwachsene zum "Grillen und Chillen", wie es auf der Einladung hieß.

OWEN "Sich entspannen" so könnte der Begriff "chillen" aus der Jugendsprache übersetzt werden. Das war bei der Veranstaltung in Owen umfassend möglich. Die Veranstalter der Jugendkirche "Domino" und des Arbeitskreises "Lebendige Gemeinde" wollten ein Forum bieten, bei dem sich junge Menschen fröhlich und zwanglos treffen können. Während sich die Gäste ständig Gegrilltes holen konnten, war an dem warmen Sommerabend noch einiges zusätzlich geboten.

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Jugendreferent Markus Eichler aus Dettingen hatte alle Teilnehmer des Domino-Camps eingeladen, um in Bildern nochmals das Zeltlager der Pfingstferien in Spanien Revue passieren zu lassen. Den sportlich Ambitionierten wurde Fußball, Volleyball und Tischfußball geboten.

Höhepunkt des Abends war das Konzert der christlichen Nachwuchsband "The internal soul federation". Die Musiker aus der Kirchheimer Gegend boten mit ihrem Sänger und Leiter Florian Ostertag mitreißende Rhythmen mit aussagekräftigen Texten. Die seit 2002 existierende Band will jungen Leuten vermitteln, dass Christsein und trotzdem "Coolsein" zusammenpassen. Während die Zuhörer manche Musikstücke durchtanzten, blieb auch Raum für nachdenkliche, lyrische Songs.

Hätte nicht ein Bandmitglied am selben Abend noch eine andere Verpflichtung gehabt, wäre die Nacht noch mit vielen Zugaben gefüllt worden. So aber blieb in der Dämmerung wieder Zeit zum "Rumhängen und Schwätzen", eben zum "Chillen". Stephanie Schwarz vom evangelischen Jugendwerk Kirchheim zog an diesem Abend auch ganz persönlich Bilanz. Mit den Sommerferien endet ihre dreijährige Projektstelle zum Aufbau der "Jugendkirche Domino". Sie betonte, dass "Domino" auf jeden Fall weitergehe, auch wenn sie nicht mehr so viel Zeit zur Förderung dieses Bereiches habe. Doch das Ziel sei erreicht worden: Eine kirchliche Heimat solchen Jugendlichen zu geben, die mehr suchen, als eine Ortsgemeinde bieten kann. So verstehe sich die Jugendkirche "Domino" als eine Ergänzung für die Kirchengemeinden im Bezirk Kirchheim. Die zweimal im Monat stattfindenden "Domino"-Gottesdienste im Kirchheimer Trainingscenter würden von einer stattlichen Anzahl junger Menschen besucht. Dass dort auch Jugendliche predigen, die keine Pfarrer seien, werde sehr positiv angenommen. Dennoch bleibe die Jugendkirche Teil der württembergischen Landeskirche und werde theologisch von Pfarrer Wilfried Veeser aus Kirchheim begleitet.

"Die Domino-Night war super. Der Owener Gemeindehausgarten ist ideal für so ein zwangloses Treffen für Jugendliche und junge Erwachsene. Das wird es nächstes Jahr wieder geben", meinte Stephanie Schwarz. Der mitveranstaltende Arbeitskreis "Lebendige Gemeinde", der sich auch kirchenpolitisch engagiert, setzt sich besonders für eine gute evangelische Jugendarbeit ein. Für die Logistik sorgte die Owener CVJM-Jugendreferentin Bettina Krumm mit Owener Jugendlichen.

eg