Lokales

Gründerväter "bildlich" dabei

Kontinuität in der Mitgliederzhal und Aktivität in den verschiedenen Bereichen kennzeichnen die Ortsgruppe der Kirchheimer Wanderfreunde. Dies wurde in ihrer Mitgliederversammlung und den Berichten deutlich.

KIRCHHEIM Der Saal des Bürgerhauses in Lindorf war voll besetzt, als Helga Meinzer mit der Begrüßung die Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Kirchheim des Schwäbischen Albvereins eröffnete. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied und dem Hinweis, dass Mahatma Gandhi das regelmäßige Gehen als gesündeste Sportart erkannt habe, wobei beim Wandern mit dem Albverein die Freude an der Landschaft und der Natur hinzukommen, begann Helga Meinzer ihren Bericht über die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Im Jahr 2005 traten 16 Personen in den Verein ein, 15 Mitglieder traten aus, fünf verstarben. Die Mitgliederzahl sank gegenüber dem Jahr 2004 um vier auf den derzeitigen Stand von 442.

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Ein kurzer Blick der Wanderfreunde galt noch der Teck, die sich nach umfangreichen Baumaßnahmen in sehr gutem Zustand befindet. Die Kosten dafür beliefen sich auf 300 000 Euro. Gauwanderwart Jerg Bofinger sucht immer noch einen Nachfolger und auch weitere Wanderführer wären in der Ortsgruppe erwünscht. Als nächster kam Kassenwart Ulrich Haussmann zu Wort. Er erläuterte sein Zahlenwerk, und nachdem Siegfried Weiler berichtete, dass die Prüfung der Buchführung durch ihn und Richard Moll keinen Grund zur Beanstandung ergeben hatte, wurde Ulrich Haussmann gleichzeitig mit dem Vorstand einstimmig entlastet.

Wanderwart Franz Schwarbäck ließ die Wanderungen des Jahres 2005 noch einmal Revue passieren. Insgesamt waren es 13 Halbtageswanderungen mit durchschnittlich 28 Teilnehmern und 13 Tageswanderungen mit durchschnittlich 32 Teilnehmern.

Beim deutschen Wandertag in Saalfeld, mit Wanderwoche im Thüringer Wald, waren 46 Albvereinler dabei. Von dieser Wanderwoche berichtete der Zweite Vorsitzende, Joachim Weißhaar, der auch die nächste Wanderwoche, die in der Eifel stattfindet, ankündigte. Eberhard Rapp, der Wegwart, umriss sein Aufgabengebiet, die Wege und Wegzeiger zu betreuen. Er beschrieb eine neue Wegmarkierung nach Lindorf.

Um weitere einzurichten, sollen die baulichen Veränderungen am Bahnhof abgewartet werden.

Für die Seniorengruppe sprach Hilde Hartmann. Es fanden die üblichen Donnerstags-Wanderungen mit zwei Leistungsstufen, vier bis sechs oder sechs bis zehn Kilometer, statt, dazu fünf Ganztagesfahrten mit kulturellen Zielen und ein fünftägiger Aufenthalt in Wien mit Exkursionen ins Burgenland und an den Neusiedler See.

Vor Ehrung der Jubilare wurde noch ein Lied gesungen. Zu ehren waren sieben Mitglieder für 25 Jahre Mitgliedschaft, sechs für 40 Jahre und acht für 50 Jahre Mitgliedschaft. Unter den Jubilarinnen war ein Mitglied der Familie Hölzle dabei, deren Großonkel zu den Gründern des Albvereins gehörte. Die Wanderfreundin hatte ein Bild mitgebracht, auf dem alle zwölf Gründerväter und das Gasthaus zum Waldhorn in Plochingen, wo das Gründungsereignis im Jahre 1888 stattgefunden hatte, zu sehen waren.

Der offizielle Teil war mit der Jubilarehrung beendet, der gemütliche Teil wurde mit einem Lied eingeleitet. Dann trug Elisabeth Weißhaar ein Gedicht von Sebastian Blau über den Neckar vor. Dieter Ruoff vom Naturschutzzentrum Schopfloch hielt einen sehr interessanten Vortrag über den Schwäbischen Vulkan. Als Zugabe wurden noch die Sagen der Sibylle von der Teck und der Owener Langnase vorgetragen.