Lokales

Grünes Licht für die Kirchheimer Straße

Erweiterung des Schlierbacher Sanierungsgebiets „Ortskern II“ eröffnet Zuschussmöglichkeiten

Nachdem vor nicht allzu langer Zeit die Schlierbacher Hauptstraße und der Kreuzungsbereich zwischen Rathaus und Kirche komplett saniert worden sind, müssen sich die Schlierbacher erneut auf eine Großbaustelle an der Ortsdurchfahrt einstellen: Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, nun auch die Kirchheimer Straße zu sanieren und die erforderlichen Arbeiten unverzüglich auszuschreiben.

Volkmar Schreier

Schlierbach. Gleichzeitig mit der Sanierung der Kirchheimer Straße hat der Gemeinderat auch beschlossen, das Sanierungsgebiet „Ortskern II“ auf die Kirchheimer Straße auszudehnen. So können für die Bauarbeiten Zuschüsse beantragt werden. Der Gemeinderat hatte den Grundsatzbeschluss für die Baumaßnahme bereits im vergangenen Jahr gefasst und die erforderlichen Finanzmittel auch im Haushaltsplan für das laufende Jahr eingestellt. Die geplanten Bauarbeiten sind umfangreich: Auf dem Abschnitt zwischen Bühlweg und Bachstraße wird nicht nur ein neuer Fahrbahnbelag aufgebracht. Im Zuge der Bauarbeiten werden auch Wasserleitung und Abwasserkanal ausgetauscht. Die Wasserleitung datiert teilweise noch aus dem Jahr 1911, und auch der Abwasserkanal weist mittlerweile starke Beschädigungen auf und muss dringend erneuert werden.

Ganz billig ist die Sanierung allerdings nicht. Allein der Vollausbau der Straße wird laut Kostenberechnung rund 520 000 Euro kosten, für den neuen Abwasserkanal werden 186 000 Euro fällig und das Verlegen einer neuen Wasserleitung schlägt mit rund 155 000 Euro zu Buche. Allerdings muss die Gemeinde diese Summe nicht alleine aufbringen, denn durch die Erweiterung des Sanierungsgebiets „Ortskern II“ steht die Möglichkeit offen, Zuschüsse für den Straßenbau zu beantragen. „Wir rechnen für den Straßenbau mit einem Zuschuss von 60 Prozent“, so Bürgermeister Paul Schmid.

Im Zuge der Straßenarbeiten wird auch die Einmündung der Dorfwiesenstraße in die Kirchheimer Straße umgestaltet. Diese Einmündung genau im Scheitelpunkt der dortigen scharfen Kurve der Kirchheimer Straße soll etwas verengt werden. Wie Planer Manfred Mezger vom Planungsbüro „m-quadrat“ erklärte, soll durch die Verengung zum einen die Gefahrenstelle für Fußgänger entschärft werden, die bisher eine große Strecke auf der Fahrbahn gehen müssen, um im Kreuzungsbereich die Dorfwiesenstraße zu überqueren. Für die Fußgänger wird nun in der Dorfwiesenstraße ein Überweg eingerichtet. Zum anderen soll durch eine klarere Kurvenführung im Einmündungsbereich die Dorfwiesenstraße auch optisch von der Ortsdurchfahrt abgehoben werden.

Die vorgestellte Planung überzeugte auch die Gemeinderäte. Kurt Moll von der CDU freut sich, dass „wir nun eine erhebliche Strecke unseres innerörtlichen Straßennetzes top in Schuss gebracht haben.“ Eine Einschätzung, der sich seine Ratskollegen nur anschließen konnten. Erwartungsgemäß stimmte der Rat einstimmig dafür, die Bauarbeiten schnellstmöglich auszuschreiben. So könnte bereits im April mit den Arbeiten begonnen werden, und bei einem zügigen Baufortschritt stünden die Chancen gut, die Sanierung vor dem kommenden Winter abschließen zu können.

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