Lokales

Grünes Licht für Kindergarten

Grünes Licht für die Modernisierung des Gebrüder-Weiler-Kindergartens in der Hölzerstraße 5 gab auf seiner jüngsten Sitzung der Schlierbacher Gemeinderat. Er stimmte der dafür notwendigen Erweiterung des Sanierungsgebiets "Ortskern II" zu. Auch Modernisierungs- und Gestaltungsgrundsätze für das gesamte Gebiet wurden abgesegnet.

JOACHIM KRUG

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SCHLIERBACH Nach der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebiets "Ortskern II" im Jahre 2002 hat sich jetzt wegen Sanierungsbedarfs zweier Gebäude in der Hölzerstraße die Notwendigkeit der Erweiterung des Gebiets ergeben. Nach Ansicht von Gerhard Schulz, bei der Kommunalentwicklung für die Ortskernsanierung zuständig, liegen für die Gebäude Hölzerstraße 5 (Kindergarten) und Hölzerstraße 3 hinreichende Beurteilungsunterlagen über die Sanierungsbedürftigkeit vor. Das Kindergartengebäude bedarf einer Dacherneuerung, einer Fensterauswechslung und einer Wärmedämmung der Fassade.

Diese Maßnahmen sind nach den Förderrichtlinien mit einem Anteil von 50 Prozent zuwendungsfähig. Der Eigner des Grundstücks Hölzerstraße 3 hat seine Bereitschaft bekundet, sich an Modernisierungsmaßnahmen an seinem Gebäude zu beteiligen. Die Verwaltung ist sich sicher, dass beide Vorhaben im bewilligten Förderrahmen von fast 2 Millionen Euro gemäß eines bereits vorliegenden Bescheids liegen. Dem schloss sich auch der Gemeinderat an, indem er einmütig der Erweiterung des Sanierungsgebiets "Ortsmitte II" um die Gebäude Hölzerstraße 5 und 3 zustimmte. Namens der CDU-Fraktion begrüßte Marco Emmert besonders die Mitwirkungsbereitschaft eines privaten Investors an Sanierungsmaßnahmen.

Ebenfalls vom Gemeinderat einmütig abgesegnet wurden Modernisierungs- und Gestaltungsgrundsätze für Sanierungsmaßnahmen im Gebiet "Ortskern II". Ziel von Modernisierungs-, Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie von Schönheitsreparaturen ist die Verbesserung von Gebäuden, um deren Gebrauchswert nachhaltig zu erhöhen. Bloße Fassadenkosmetik, die ansonsten alles beim Alten lässt, scheide somit von vornherein aus. Bei reinen Wohngebäuden liegt der Kostenerstattungsbetrag bei 30 Prozent, bei anderen Gebäuden bei 20 Prozent. Bei Gebäuden mit Ortsbild prägendem Charakter kann auch 40 Prozent an Zuschuss gewährt werden.

Die Verwaltung weist besonders darauf hin, dass mit der Modernisierung noch nicht begonnen wurde. Um an Fördergelder zu kommen, muss mit der Gemeinde vor Baubeginn ein entsprechender Vertrag abgeschlossen werden. "Kommunikationsanlagen wie Satellitenschüsseln und Antennen bedürfen einer Einzelfallentscheidung", wie Bürgermeister Paul Schmid besonders hervor hob. Auf dem Rathaus in Schlierbach ist Hauptamtsleiter Wolfgang Rapp für Fragen zur Ortskernsanierung der zuständige Ansprechpartner für die Bevölkerung.