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Grundschule dauert neun Jahre

Schwedens Schulsystem unterscheidet sich von dem deutschen. Der folgende Artikel geht auf einige Punkte ein, die schwedische Bildungseinrichtungen prägen.

Die Grundschule dauert in Schweden neun Jahre und ist für alle obligatorisch. Daran schließt sich die Gymnasialschule an, die studien- und berufsvorbereitende Ausbildungsprogramme anbietet.

Der Stundenplan teilt sich in sechs Bereiche auf: Basisfächer, praktisch-ästhetische, gesellschaftswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Fächer, Sprachwahlpflichtfach und persönliches Wahlpflichtfach. Die Arbeit der Woche soll so gleichmäßig wie möglich über die fünf Tage verteilt werden. Die Schulen bestimmen selbst, wie lang der Schultag sein soll. Er darf jedoch höchstens acht Stunden für die älteren Kinder und sechs Stunden für die jüngeren dauern.

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Das neue Zensurensystem ist lernziel- und wissensbezogen. Ab der achten Klasse werden in den Schulfächern Noten nach einer dreigradigen Skala erteilt: Genügend (G), Gut (VG) und Sehr gut (MVG). Schüler, die die Note "Genügend" in einem Fach nicht erreichen, erhalten keine Zensur. Statt dessen wird eine schriftliche Beurteilung abgegeben.

Grundschule und die Gymnasialschule sind beide integrierte Einheitsschulen, die alle Mitglieder der heranwachsenden Generation aufnehmen sollen. Schüler im Alter von 16 bis 20 Jahren erhalten Schülerbeihilfen. Außerdem gibt es eine Studienförderung für Erwachsene.

Etwa 98 Prozent der Grundschulabsolventen wechseln auf die Gymnasialschule über. Neuen Ausbildungsprogrammen zufolge erhalten Schüler größere Wahlmöglichkeiten, was den Inhalt ihrer eigenen Ausbildung betrifft, sowie stärkeren Einfluss auf ihre Ausbildungssituation und die Formen der Auswertung.

In der Gymnasialschule und in der Erwachsenenbildung gibt es keine Prüfungen. Noten werden nach Abschluss jeden Kurses erteilt und nicht für einzelne Fächer oder jedes Schulhalbjahr. Andere Ausgangspunkte für die Bewertung der Leistungen der Schüler sind schriftliche Tests, Beobachtungen im Klassenzimmer und Klassenkonferenzen.

Bianca Büttner und Sarah Lang