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Gutachten soll Klarheit schaffen

Die Gemeinde Dettingen arbeitet derzeit ihre Stellungnahme zur Umwandlung des Kirchheimer Segelfluggeländes Hahnweide in einen Sonderplatz aus. Die Position wird am Montag, 5. Februar, im Gemeinderat vorgestellt. Über den aktuellen Stand der Dinge informierte Bürgermeister Rainer Haußmann in jüngster Sitzung.

BIANCA LÜTZ

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DETTINGEN Bereits im November war die geplante Umwidmung des Segelfluggeländes Hahnweide Thema im Dettinger Gemeinderat gewesen. "Wir brauchen mehr Infos", hatte Rainer Haußmann damals betont. Mittlerweile hat der Baden-Württembergische Luftsportverband (BWLV), der den Antrag auf die Umwandlung gestellt hatte, die Verwaltung mit ausführlichen Informationen zu den Flugbewegungen der vergangenen 17 Jahre versorgt. "Die Antragsteller sind fair, offen und kooperativ", lobte Haußmann die gute Zusammenarbeit mit dem BWLV. Anhand der Unterlagen könne die Kommune jetzt bewerten, wie sich die Flugzahlen entwickelt haben.

Parallel dazu haben die Gemeinden Dettingen, Owen und Beuren gemeinsam ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Es soll klären, welchen Zweck der künftige Sonderlandeplatz hat und den Inhalt des Antrags, das gewählte Verfahren und das Lärmgutachten prüfen. Untersucht werden sollen darüber hinaus die rechtlichen Rahmenbedingungen wie Regionalplan, Flächennutzungsplan und Naturschutz.

Thema im Ratsrund war auch der viel zitierte "Status quo", der auf der Hahnweide beibehalten werden soll. "Das Wort ,Status quo' wird ein bisschen leichtfertig in den Mund genommen", beklagte Gemeinderat Roland Sigel (CDU/FWV). Er lobte, dass die Dettinger Verwaltung akribisch nachgeforscht habe, was die Zahl der Flugzeuge und Flugbewegungen angehe. "Der ,Status quo', der an der Hahnweide festzustellen ist, ist nicht mit Beteiligung aller entstanden", kritisierte Rainer Haußmann die mangelnde Einbeziehung seiner Gemeinde in der Vergangenheit: "Das ist rechtlich okay, aber moralisch fragwürdig." Auf Nachfrage von Walter Neuhäuser (CDU/FWV) informierte der Schultes, dass das Regierungspräsidium Stuttgart anstrebe, den "Status quo" in die Genehmigung aufzunehmen.

Haußmann sprach sich für ein "vernünftiges Miteinander" aus auch was das Thema Fluglärm angehe. Ein gutes Beispiel dafür sei der Runde Tisch in Dettingen mit Gemeinde, Anwohnern und den örtlichen Segelfliegern: "Da haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht." Einen offenen und vertrauensvollen Umgang wünscht sich der Bürgermeister auch mit den Kirchheimer Flugsportlern, denen die Gemeinde nicht unnötig im Weg stehen wolle.

Bis Mitte Dezember hatten die Dettinger Bürger Gelegenheit, zur Umwidmung Stellung zu beziehen: "Es sind 78 Einwendungen eingegangen", informierte Haußmann. Darunter befänden sich allerdings auch Mehrfachnennungen. Die Frist für die Kommunen läuft Ende Februar ab.