Lokales

Gutenberger Steige gesperrt

Sicherungsarbeiten – Umleitung über Grabenstetten und Ochsenwang

Ab Montag, 21. Oktober, bis einschließlich Freitag, 6. Dezember, muss die Gutenberger Steige – B 465 – für sechs Wochen wegen dringender Verkehrssicherungsarbeiten ab Ortsausgang Gutenberg Richtung Schopfloch für den gesamten Verkehr vollständig gesperrt werden.

Lenningen. Für den Fernverkehr ist die Umleitung bereits in Owen über die Beurener Steige nach Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Römerstein-Böhringen ausgeschildert, eine zweite Umleitungsstrecke dorthin führt auch ab Ortsende Oberlenningen über die Grabenstetter Steige.

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Für den Nahverkehr bleibt Gutenberg bis zum Ortsende anfahrbar. Der Ortsteil Schopfloch ist von Kirchheim kommend allerdings nur noch über Ochsenwang zu erreichen, und auch die Schopflocher müssen nach Lenningen den Umweg über Grabenstetten in Kauf nehmen. Der Busverkehr ist ebenfalls von den Umleitungen betroffen. Zu dieser für alle Pendler durchs Lenninger Tal von und nach Schopfloch besonders schmerzlichen Sperrung gezwungen sah sich das Forstamt des Landkreises nach der letzten Baumkontrolle, als an zahlreichen Bäumen entlang der Steige bedenkliche Schäden an Baumstämmen und -kronen festgestellt wurden. „Gerne machen wir das wirklich nicht“, beteuert Revierleiter Alexander Klein. „Es ist ein Riesenaufwand an Organisation, Arbeit und Kosten, und jeder, der sechs Wochen dort nicht fahren kann, ärgert sich natürlich darüber. Wir sind uns dessen bewusst, aber wenn es um die Sicherheit geht, hilft alles nichts: der Baumbestand entlang der Steige muss noch vor diesem Winter saniert werden“.

Alle Bäume, die nicht mehr standsicher sind oder von denen Kronenteile oder Äste abbrechen und auf die Fahrbahn fallen können, müssen deshalb gefällt werden. Um nicht alle paar Jahre wieder sperren zu müssen, werden auch zum Teil Bäume mit entnommen, die aus jetziger Sicht noch nicht sofort gefällt werden müssten, wenn es absehbar ist, dass diese in den nächsten fünf bis zehn Jahren aber ebenfalls Richtung Straße fallen könnten. Angrenzende Bestände werden mit durchgepflegt. Gleichzeitig nutzen die Straßenbau- und die Naturschutzverwaltung die Sperrung, um die Fangzäune entlang der Straße instand zu setzen und angrenzende Wiesen- und Waldbiotope zu pflegen. Vom Straßenbauamt wird in Teilbereichen ein neuartiger Unterfahrschutz für Motorradfahrer angebracht.

Dass die Forstverwaltung die Sperrungsdauer möglichst kurz halten will, wird am konzentrierten Einsatz deutlich, und daran, dass vor Ort jeder Quadratmeter genutzt wird: Zwei Waldarbeiterpartien, des Kreisforstamts und eine Unternehmerpartie, arbeiten mit ihren Motorsägen am Hang, eine spezielle Holzernte-Maschine, ein sogenannter Großharvester, ist gleichzeitig von der Straße aus im Einsatz. Das Stamm- und Indus­trieholz wird an der Straße gelagert und laufend abgefahren. Ein mobiler Großhacker beseitigt schließlich das anfallende Astmaterial.pm