Lokales

Guter Riecher für den besten Wind

Der Nordschwarzwald und die dort stattfindenden baden-württembergischen Meisterschaften im Gleitschirmfliegen waren für die sieben Hobbypiloten vom 1. Parafly Club Schwaben und die vier Starter vom DGC Weilheim/Teck eine Reise wert. Neben neuen Flugimpressionen nahmen die Luftsportler auch schöne Platzierungen mit.

OPPENAU Stefan Schlang, Mitglied des Parafly-Clubs Schwaben aus Rudersberg, errang den Gesamtsieg und gleichzeitig den Titel des Baden-Württembergischen Meisters. Der Wettbewerb, bei dem außerdem die Landesmeister von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Ostdeutschland gekürt wurden, fand zum dritten Mal in Folge in Oppenau statt. Im hochklassig besetzten, 150 Personen starken Teilnehmerfeld waren unter anderem ein Großteil der deutschen Gleitschirm-Nationalmannschaft so auch die amtierende Vize-Weltmeisterin Ewa Cieslewicz , Weltcup-Sieger Achim Joos, Europameister Christian Maurer (Schweiz), Titelverteidiger Torsten Siegel, Piloten aus Australien sowie noch weitere deutsche Gleitschirmflieger vertreten.

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Trotz widriger Wetterbedingungen wurden drei von vier geplanten Durchgängen durchgeführt und den Piloten äußerste Beherrschung ihrer Fluggeräte und gutes Taktieren abverlangt. Zum Teil entschieden wenige Minuten bei der Wahl des Startzeitpunktes über Sieg oder Niederlage. Schlang hatte den richtigen Riecher für den besten Wind und konnte den Wettbewerb durch seine überragende Leistung beim zweiten Durchgang für sich entscheiden. Die geforderte Flugstrecke von 22 Kilometern legte er bei böigen Windverhältnissen in einer Zeit von 39 Minuten und mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 65 km/h zurück.

Ein beliebtes Übungsgelände des 38-Jährigen ist das Fluggelände in Neidlingen, aber auch Donzdorf, Waldstetten und der Kleinheppacher Kopf im Remstal sind Trainingsareale für ihn. Weitere Trainingsmöglichkeiten im Großraum Stuttgart bzw. an der Schwäbischen Alb wären nach eigener Aussage notwendig, scheitern jedoch meist an Vorbehalten seitens Ortsräten, Landratsämtern und Geländehaltern. Dadurch verlängere sich die Anfahrt für einen Gleitschirmflug oftmals auf mehrere hundert Kilometer.

Bei der baden-württembergischen Meisterschaft konnten weitere Teilnehmer aus Vereinen der Region auf zufriedenstellende Leistungen zurückblicken. So belegte Ulrich Prinz (Stuttgart) Platz 11, Peter Körber (Wiesensteig) Platz 13, Joachim Böckler (Wendlingen) Platz 28 und Martin Hummel sowie Volker Baucke Platz 44. Prinz war zudem bester Pilot beim so genannten "Funcup", einem Schätzzeitfliegen. Seine selbst veranschlagte Flugzeit von 30 Minuten verfehlte er um lediglich drei Sekunden.

ONLINE-INFO www.dhv.de, www.1PCS.de