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Häuslebauer gesucht

Die Gemeinde Bissingen rührt kräftig die Werbetrommel für ihr voll erschlossenes Baugebiet "Kronegarten". Die Nachfrage lässt laut Bürgermeister Wolfgang Kümmerle nämlich noch zu wünschen übrig.

RICHARD UMSTADT

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BISSINGEN Die Gemeinde Bissingen erteilte am 27. Februar 2006 der Terra Kommunal GmbH den Auftrag, das Neubaugebiet "Kronegarten" zu erschließen. Knapp ein Jahr später erfolgte der erste Spatenstich und damit der Beginn der Tiefbauarbeiten. In jüngster Ratsitzung nun legte Bürgermeister Kümmerle den Abschlussbericht der "Kronegarten"-Erschließung vor. Demnach liegen die Kosten mit insgesamt 315 094 Euro um rund 10,6 Prozent über dem Ansatz. Davon bleiben rund 191 000 Euro an der Gemeinde hängen.

Der Anstieg geht im Wesentlichen auf steigende Stahl-, Beton- und Bitumenpreise im Zeitraum zwischen Kostenschätzung und Vergabe zurück. Außerdem ging der Kostenansatz von einer Erschließung 2006 und damit von einer Mehrwertsteuer von 16 Prozent aus. Dies ist mit ein Grund, weshalb die Erschließungskosten pro Quadratmeter nicht 113,06 Euro, wie geschätzt, sondern rund 144 Euro betragen. Neben den genannten Preiserhöhungen musste die Gemeinde das Neubaugebiet um einen rund 320 Quadratmeter großen Gewässerrandstreifen reduzieren, der von der Wasserbehörde gefordert worden war.

Nachdem der "Kronegarten" nun erschlossen ist und bereits ein Haus in dem Neubaugebiet steht, wünscht sich Wolfgang Kümmerle vor Weihnachten nichts sehnlicher, als die Bebauung möglichst rasch in trockene Tücher zu bekommen. "Es gibt kaum eine Nachfrage nach den Bauplätzen", musste er eingestehen. "Mit dreieinhalb Ar zu klein" und "zu dicht auf dem Nachbar" lauten die Gründe für Absagen. Und ob der letzte Trumpf sticht? "Drei Interessenten überlegen sich's noch."

Insgesamt warten noch sechs Bauplätze im "Kronegarten" auf Käufer. Drei davon gehören der Gemeinde, die anderen einer Wohnbaugesellschaft.