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Handballer benachteiligt

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Zum Teckboten-Artikel "Basketballer für acht Wochen ins Exil" vom 25. Januar:

Als Leidtragende dieses neuerlichen Wassereinbruchs in der Sporthalle Stadtmitte nur die Basketballer zu erwähnen, ist traurig für die Öffentlichkeitsarbeit in dieser Stadt: genau 27 Teams betreut die VfL-Handballabteilung, davon 23 Jugendmannschaften. Zweimal die Woche ist es ihnen gestattet, in der Sporthalle Stadtmitte zu trainieren, dazu Spieltage und Turniere. Keinesfalls ist die Walter-Jacob-Halle ihr Domizil - zum Glück, denn die Bewirtung in der attraktiveren SHSM bringt wesentlich mehr Einnahmen als in dem ungünstig gelegenen Eingangsbereich der Walter-Jacob-Halle.

Mit keinem Wort wird in der Presse erwähnt, dass die Handballer bereits morgen einen zweitägigen Spielbetrieb in der betroffenen Sporthalle mit neun Pflichtspielen zu absolvieren hätten wohin damit? Wer informiert so kurzfristig Gegner, Schiedsrichter, Zuschauer und Offizielle über Änderungen? Das machen die Ehrenamtlichen dieser Abteilung, die niemand bezahlt für diesen Aufwand. Und als "Dankeschön" dafür werden sie dann noch über die Presse um Reduzierung "ihres Reviers" zu Gunsten der Basketballer gebeten. Warum wird keine Telefon-Nummer der Handballverantwortlichen veröffentlicht, damit sich die rund 270 Jugendlichen nach den nun veränderten Trainingszeiten und -orten erkundigen können? Wie kann eine andere Sportart außer Basketball oder Fußball jemals einen ähnlichen Stellenwert erringen in der Kirchheimer Öffentlichkeit, wenn bereits eine der einfachsten Randbedingungen wie die Berichterstattung in der heimischen Presse dies verhindert? Die Handballer werden in den nächsten Wochen noch enger zusammenrücken (falls das überhaupt möglich ist), damit sie auch ohne SHSM den Aktiven, Betreuern und Eltern zum Saisonende hin spannenden und attraktiven Sport bieten können.

Anja Karschin

(Mutter von vier

Handball spielenden Kindern)

In der Warth, Ötlingen

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