Lokales

Handstart anstatt Hochstart: Glückliche Piloten

Traumbedingungen gab es beim 44. Teckpokalfliegen am Owener Hörnle: Bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein schickten die Piloten ihre Modelle durchgehend per Handstart anstatt Hochstart an der Elektroseilwinde auf die kurze Luftreise.

OWEN Bereits freitags reisten viele Piloten aus Frankreich, Belgien, Tschechien, Österreich, der Schweiz und Deutschland an die Teck, um das Traumwetter zu ersten Probeflügen zu nutzen. Veranstalter MSC Kirchheim durfte dieses Jahr einen prominenten Teilnehmer begrüßen: Zum ersten Mal nahm der Schweizer Andreas Böhlen, der amtierende Weltmeister im ferngesteuerten Modellsegelflug, am Teckpokalfliegen teil.

Anzeige

Zum Wettbewerb fanden sich 133 Teilnehmer am Hörnle ein. Stahlblauer Himmel, Sonnenschein und ein mäßiger Ostwind stimmten alle Beteiligten froh, denn auf den wenig geliebten Hochstart an der Elektroseilwinde konnte schon morgens verzichtet werden. Bereits die ersten Starter hatten keinerlei Probleme, den ersten Teil der Flugaufgabe zu erfüllen. Dieser besteht nach Start des Modells aus einem 200 Sekunden dauernden Zeitflug. Der zweite Teil der Flugaufgabe ist die Beendigung des Fluges mit einer Ziellandung. Das Abweichen von der geforderten Flugzeit führte ebenso zu Punktabzug wie die Entfernung vom vorgegebenen Landepunkt.

Mit Luftverwirbelungen im Landeanflug hatten dennoch die meisten Piloten zu kämpfen, da es bei einer Drehung des Flugmodells um mehr als 90 Grad zur vorgeschriebenen Anflugrichtung nur noch die Hälfte der Landepunkte gab. Durch Pilotendisziplin und Veranstaltergeschick wurde es zum ersten Mal in der Geschichte des Teckpokalfliegens möglich, fünf Durchgänge an einem Tag durchzuführen. Pünktlich wurde der zweite Wettbewerbstag gestartet, jedoch war der Wind zu schwach, um die Aufwinde an der Hangkante nutzen zu können. Mit Elektrowinden wurden die Modelle auf Höhe gebracht, das ein oder andere ging zu Bruch. Ebenso stürzten einige Modelle in den Teckwald.

Nach Ende des achten Durchganges veranstaltete die Firma Graupner ihr traditionelles Schaufliegen mit einer Präsentation von Neuheiten. Besonders eindrucksvoll waren die Kunstflugvorführungen mit einem Doppeldecker, der perfekten Kunstflug zeigte und sogar "rückwärts" flog. Aus den Händen von Hans Graupner, Michael Seyfang und Ulrich Trautwein (letztere beide MSC-Wettbewerbsleiter) bekamen die Sieger Pokale und Medaillen. Auch die drei Teilnehmerinnen (Catharina Braune, Corinne Schneider, Michelle Reutter) sowie der jüngste (Philipp Braune/11 Jahre) und der älteste Teilnehmer (Walter Lamparter/77) wurden geehrt.

Sieger und Platzierte

Senioren: 1. Dominik Prestelle, Coburg, 6767,69 Punkte, 2. Andreas Böhlen, Schweiz 6703,53, 3. Robert Braune, Coburg 6699,52. Jugend: 1. Patrice Keck, Dettingen, 6615,15, 2. Dominik Helminger, Coburg 6563,37, 3. Florian Muff, Wendlingen 6463,50.Edelsenioren: 1. Dieter Schnarrenberger, Uhingen 6479,49, 2. Bruno Klingenschmid, Österreich 6471,03, 3. Heinz Zaremba, Michelsberg 6466,63.Mannschaftswertung: 1. "Teckflieger" (Ralf Kunzmann/Dettingen, Roman Scholl/Oberboihingen, Steffen Wiesner/Owen) 19667,11, 2. "Die bayrischen Musketiere" (Dominik Prestelle, Dominik Helminger, Michael Welz/alle Coburg) 19420,83, 3. "Suisse" (Andreas Böhlen, Stephan Böhlen, Paul Böhlen/alle Schweiz) 19409,12.