Lokales

Harter, nicht alltäglicher Einsatz

Einsatzkräfte der Kirchheimer Malteser waren in Magdeburg, um bei der Flutkatastrophe zu helfen

Zusammen mit den Kollegen aus Nürtingen, Walddorfhäslach und Reutlingen waren fünf Mitglieder der Kirchheimer Malteser in Magdeburg, um dort bei der Flutkatastrophe zu helfen. Nun sind die Einsatzkräfte zurückgekehrt.

Zu ihrem Einsatz in Magdeburg nahmen die Einsatzkräfte der Malteser Feldbetten, technische Geräte und vieles mehr mit.Foto: pr
Zu ihrem Einsatz in Magdeburg nahmen die Einsatzkräfte der Malteser Feldbetten, technische Geräte und vieles mehr mit.Foto: pr

Kirchheim/Magdeburg. 28 Einsatzkräfte der Malteser aus Kirchheim, Nürtingen, Reutlingen und Walddorfhäslach waren am späten Samstagabend vergangener Woche mit sieben Fahrzeugen Richtung Magdeburg aufgebrochen. Der Auftrag der Malteser in Magdeburg war die Leitung, Betreuung und sanitätsdienstliche Absicherung der „Notunterkunft I, Nachtweide“. Fünf der 28 Einsatzkräfte kamen aus Kirchheim.

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„Der Einsatz ist gut abgelaufen“, heißt es aus der Malteser-Einsatzleitung. Allerdings seien die Bilder

Bilder vor Ort waren erschreckend

vor Ort schon erschreckend gewesen. Zunächst waren die Malteser nur in Bereitschaft, bis sie dann am Dienstag die Führung der Notunterkunft übernahmen. Bis Donnerstagabend hat die Einheit Esslingen/Reutlingen im 24-Stunden-Schichtbetrieb rund 600 Personen registriert und betreut. Glücklicherweise musste nur in wenigen Fällen medizinische Hilfe geleistet werden, zum Beispiel bei Kreislaufbeschwerden sowie Schnitt- und Schürfwunden.

Die Hauptaufgabe für die Malteser war jedoch die psychosoziale Betreuung und Unterstützung der Betroffenen. „Wir haben sehr viel mit den Leuten geredet und ihnen Mut zugesprochen. Das war eigentlich genau das Richtige – viele suchten einfach jemanden, mit dem sie über ihre Lage sprechen konnten“, erzählt eine Helferin. Beeindruckend seien der Humor und die Gefasstheit gewesen, mit dem die Betroffenen teilweise ihre Situation verarbeitet hatten. ­Glücklicherweise ging der Pegelstand von Tag zu Tag zurück, und die Lage entspannte sich auch in der Notunterkunft.

Am Donnerstagabend war kurz Zeit für ein Durchschnaufen und ein gedankliches Fazit: Es war ein harter und nicht alltäglicher Einsatz, aber die Stimmung in der Einheit war durchweg gut. Für die Kirchheimer Malteser ist eines klar: Wenn wieder eine solche Alarmierung kommt, dann kann die Bevölkerung auf sie zählen.pm