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Harter Winter lässt Tiefgaragen-Eröffnung in den Juli rutschen

Der Termin für die Eröffnung der Tiefgarage Schweinemarkt steht fest: Für Samstag, 1. Juli, ist die feierliche Inbetriebnahme geplant. Zuvor soll es bereits einen Probebetrieb geben. Dies teilte die Kirchheimer Verwaltungsspitze gestern mit. Möglicherweise findet zudem am 2. Juli ein verkaufsoffener Sonntag statt, sodass sich die Garage gleich bewähren kann.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM Die Händler im Karree am Schweinemarkt nehmen den Termin zähneknirschend hin. Hoffnungen, dass die 360 Parkplätze schon früher kaufwillige Gäste anlocken könnten, haben sich längst zerschlagen. Bekanntlich konnte weder die vorübergehende Öffnung in der Adventszeit realisiert werden, noch wird der ursprünglich ins Auge gefasste Eröffnungstermin am 15. Mai umgesetzt.

"Ursache für die Verzögerung ist der harte Winter", betont Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker unter Verweis auf die ebenfalls in Verzug geratenen Bauarbeiten der Neuen Messe auf den Fildern. Bürgermeister Günter Riemer ergänzt, dass sich die Abdichtungsarbeiten im Betonbauwerk der Tiefgarage Schweinemarkt durch die lange Kältephase hinausgezögert haben. "Für diese Arbeiten ist Trockenheit und eine Temperatur von mindestens sechs Grad Celsius notwendig", führt Riemer aus. Zudem hängt bekanntlich beim Bau eine Maßnahme von der anderen ab.

Mit dem nun festgelegten Eröffnungstermin ist die Vorgabe des Durchführungsvertrags noch eingehalten. Allerdings herrscht speziell im Schweinemarkt-Karree unter den baustellengeplagten Händlern Verdruss über die Verzögerung. "Für die unmittelbar Betroffenen zählt jeder Tag", weiß Matt-Heidecker. "Alle Maßnahmen geschehen, um die Innenstadt attraktiver zu gestalten", wirbt Riemer um Verständnis. Um Klarheit über das weitere Vorgehen zu schaffen, wurde nun bei einem Treffen mit Investor, Architekt sowie Vertretern von City Ring und BDS der Zeitplan festgeklopft. Ob die Eröffnungsfete mit einem verkaufsoffenen Sonntag kombiniert wird, darüber wird der City Ring demnächst entscheiden. Rechtlich möglich ist dies zu WM-Zeiten allemal. Auch die Händler aus dem Karree stimmen sich derzeit miteinander ab.

Mit Schönheitsfehlern müssen die Autofahrer beim Parken in der Tiefgarage im Sommer noch rechnen. "Die Inbetriebnahme erfolgt quasi im Rohbau", erläutert die Oberbürgermeisterin, "wobei natürlich alle Gefahrenquellen entschärft werden." Ab 17. Juni könnte schon mal ein Probebetrieb laufen, möglicherweise mit kostenlosem Parken. Dabei soll die neue Garage auf Herz und Nieren geprüft werden, sodass ab der Eröffnung wirklich alles rund läuft. Buchstäblich rund geht's dann auch wieder am östlichen Alleenring. "Der Verkehr fließt wieder zweispurig", stellt Martin Zimmert, Leiter des Geschäftskreises für Hoch- und Tiefbau, in Aussicht. Selbstverständlich ist auch der neue Mini-Kreisel bis dahin betriebsbereit.

Noch nicht so ganz im Festtagskleid wird sich allerdings die Turmstraße zur Tiefgarageneröffnung präsentieren. Vor zwei Tagen wurden die dortigen Anwohner über den Ablauf der Straßenbaumaßnahmen informiert. Schon am 22. Mai soll es mit Kanalisationsarbeiten losgehen, und bis zum 27. Juli hofft Martin Zimmert, den Bürgern einen breiten, gut begehbaren Gehweg anbieten zu können. In einem zweiten Bauabschnitt wird der Rest der verkehrsberuhigten Straße hergestellt. Ziel ist die Fertigstellung bis zum verkaufsoffenen Sonntag im November.

Bis die ersten Geschäfte ihre Angebote im Schweinemarkt feilbieten können, werden wohl mindestens die ersten Frühlingsblumen des Jahres 2007 blühen. "Laut Auskunft des Investors ist hier noch alles in der Schwebe", kommentiert Bürgermeister Riemer den Stand der Bemühungen Riethmüllers, geeignete Mieter zu finden. Der Bezug des Gebäudes stellt den Schlusspunkt einer wichtigen städtebaulichen Entwicklung dar. "Wir haben dann die dringend gewünschte Stärkung der Oststadt erreicht", betont Angelika Matt-Heidecker.

Kaum ist im Osten alles im Lot, droht Neues im Westen. Hier hat der Technische Ausschuss bereits die Ausschreibung für die nötigen Belagsarbeiten im Bereich Alleenstraße/Schülestraße freigegeben. Bis zum 1. September, dem Tag des Mitternachtsshoppings in Kirchheim, soll der Teil zwischen der Tiefgarage Krautmarkt und der Schülestraße fertig sein. "Dafür ist eine Vollsperrung erforderlich", kündigt Martin Zimmert mit Bedauern an. In einem zweiten Bauabschnitt wird später das Gebiet bis zur Jahnstraße saniert. Welche Maßnahmen an der Tiefgarage Krautmarkt erforderlich werden, soll ein Sanierungsgutachten aufdecken.