Lokales

Hauchdünner Sieg

Der VfL Kirchheim hat seine kleine Siegesserie in der Bezirksklasse mit einem hauchdünnen 22:21 (8:9)-Sieg beim SV Vaihingen fortgesetzt.

STUTTGART Die erste Hälfte wurde von beiden Abwehrreihen be-stimmt. Keine der beiden Mannschaften konnte sich somit entscheidend absetzen. Das noch in Ruit ansehnliche VfL-Spiel verpuffte teilweise in der defensiven 6:0-Deckung der Gastgeber. Wenn man zum Erfolg kam, dann meist über Rechtsaußen durch Simon Latzel und Kreisläufer Andi Schmid. Beim Stand von 8:9 wurden die Seiten gewechselt. VfL-Coach Thomas Neukamm bließ seiner Truppe in der Pause mächtig den Marsch.

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Doch auch in der zweiten Hälfte lief erstmal das gleiche Szenario ab wie in Halbzeit eins. Beim Stand von 10:12 gab der VfL erstmals Zwischengas. Vier Tore in Folge zum 14:12 allerdings befand sich der VfL nur kurz auf der Überholspur. Die Gastgeber schienen nun etwas Überwasser zu haben, doch der VfL ließ sich nicht abschütteln. Dann sah der Vaihinger Christoph Betz nach einer unschönen Aktion (er streckte den vorbei springenden VfL-Spielmacher Roman Keller mit einem Griff an den Wurfarm nieder) in der 42. Minute die rote Karte.

Doch die Vaihinger ließ das alles unbeeindruckt, sie gingen mit zwei Treffern in Führung (20:18) und waren in Ballbesitz. Die Kirchheimer Abwehr hatte auf diesen SV-Angriff aber eine Antwort und kam mit drei Treffern in Folge zum 21:20 zurück ins Spiel.

Die letzten zwei Minuten waren von Hektik geprägt. Erst glich Vaihingen aus, der VfL wiederum erzielte das 22:21. Kirchheim wehrte den folgenden Angriff ab und war in Ballbesitz. Die Gastgeber stellten auf eine komplette Manndeckung um. Der VfL ließ sich zu viel Zeit, um Richtung gegnerisches Tor zu gehen. Folge: Die Schiedsrichter zeigten passives Spiel an. Der VfL verlor den Ball, es waren noch zehn Sekunden zu spielen. Allerdings ging in der Hektik unter, dass VfL-Coach Neukamm längst die grüne Karte für eine Auszeit auf den Kampfrichter-Tisch gelegt hatte. Dies machte er den Schiedsrichtern deutlich, die sofort das Spiel unterbrachen. Nun kam es zu heftigen Diskussionen zwischen den Vaihingern und den Unparteiischen.

Nach einer kurzen Beratung der Schiris mit den Kampfrichtern ging es weiter zum Unverständnis der Vaihinger mit Ballbesitz für Kirchheim. Die Schiedsrichter pfiffen relativ schnell ihr angezeigtes Zeitspiel, doch die Gastgeber konnten in der restlich verbleibenden Zeit nichts Zählbares mehr ausrichten und so blieb es beim 22:21 für den VfL Kirchheim.

Das Fazit der Kirchheimer: Schlecht gespielt und trotzdem gewonnen.

mp

VfL Kirchheim:

Härterich, Mayer, Porstner, Karschin (2), Keller (2), Latzel (6/2), Pradler, Richter (2), Schafhitzel (5/2), Schmid (2), Schulenburg (2/1), Weber (1)