Lokales

Hautnahe Begegnungen bei Tauchfahrt in der Ostsee

Gemeinsam mit Vertretern des Gemeinderates und der Marinekameradschaft besuchte Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker das Kirchheimer Paten-Unterseeboot "U16", mit dem die Besucher aus der Teckstadt in der Bucht von Eckernförde auch auf Tauchfahrt gingen. Eingeladen zum Besuch in Eckernförde, der Heimat des Unterseebootes "U16", hatte dessen Kommandant, Kapitänleutnant Lars Thomas.

KIRCHHEIM Nach den vorangegangenen anstrengenden Manövern in der Nordsee vor Schottland brachte der Besuch der Kirchheimer Delegation für Kommandant Lars Thomas und die U16-Besatzung eine wahrlich wohltuende Abwechslung von ihrem aufreibenden Alltag unter Wasser. Die Besuche beim Kirchheimer Patenboot U16 dienen der Neubelebung der bestehenden Patenschaft. Die dadurch sich ergebenden zwischenmenschlichen Begegnungen sollen auch mit dazu beitragen, das Bild der Bundeswehr als Bestandteil der Gesellschaft in der Bevölkerung bewusster zu machen.

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Hautnah erleben und sogar körperlich spüren konnten die Teilnehmer dieses Patenschaftsbesuches den Alltag einer U-Bootbesatzung während einer Tauchfahrt im Bauch von U16. Bevor es über das enge Turmluk und eine 14-sprossige Leiter in die Enge des U-Bootbauches hinuntergeht, nimmt sich der Marinearzt zunächst jeden Aspiranten gewissenhaft unter die Lupe. Nach bestandener Tauglichkeit geht es dann auf Manöverstation ins Bootsinnere.

Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker hatte im Kreis von vier Stadträten das Vergnügen, als erste die spezielle U-Bootluft einzuatmen, um sich dann vorsichtig durch die Röhre zu quetschen immer darauf bedacht, den Besatzungsmitgliedern den Weg zu ihren Arbeitsplätzen nicht unnötig zu versperren. Ja, es geht tatsächlich sehr eng zu, da unten absolut nichts für Menschen mit Platzangst.

Fast zwei Stunden dauerte dann die Tauchfahrt, in deren Verlauf die Besatzung geduldig unzählige Fragen beantworten musste, bis "U16" wieder aus der Eckernförder Bucht auftauchte, um an der bereits in Warteposition liegenden Barkasse mitten auf See anzulegen. Da hatte sich der Kommandant für seine Gäste wirklich etwas ausgedacht.

Die See war spiegelglatt, also konnte er es wagen. Die Getauchten wechselten vom U-Boot auf die bereitstehende Barkasse, während die Mitglieder der Marinekameradschaft zum zweiten Tauchgang zunächst das Oberdeck des U-Bootes erklommen, um dann ihrerseits im engen Bauch des Schiffes zu verschwinden. Auch Tage danach sorgte dieses spektakuläre Manöver noch immer für Gesprächsstoff und gegenseitige Bewunderung.

Nach dem Einlaufen des Bootes und dem Festmachen an der Pier wurde dann das obligatorische "Einlaufbier" gereicht. Die Besatzung von "U16" war unter dem Kommando von Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker angetreten, nachdem diese zusammen mit den Stadträten unter Führung der Ehefrau des Kommandanten die historischen Stadteile der Eckernförder Innenstadt besichtigen konnten. Andere Mitglieder der U-Bootbesatzung bereiteten derweil unter Leitung ihres Smutjes den Grillabend vor. Leckeres wurde geboten, dann über Vergangenes aus den Zeiten vorangegangener Besuche bis in die Morgenstunden gesprochen, während zwischendurch immer wieder Seemannslieder erklangen.

Mit Freude hat die Besatzung im Anschluss das Geldgeschenk ihrer Patenstadt entgegen genommen. Nicht weniger beeindruckten die Geschenke der Marinekameradschaft. Jedes Besatzungsmitglied wurde dabei bedacht. Am Abschiedstag gab es noch ein reichhaltiges Marinefrühstück im Offizierheim und einen Bummel durch den Eckernförder Fischmarkt, bevor sich die städtische Delegation zum Flugplatz und die Marinekameraden zu ihren beiden Bussen begaben, um auf den 850 Kilometern gen Süden noch einmal die verschiedenen Stationen eines abwechslungsreichen Aufenthalts Revue passieren zu lassen.

fi