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Heilige Nachtin der Martinskirche? Zum ...

Heilige Nachtin der Martinskirche?

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Zum Artikel "Ein musikalisch-literarischer "Crossover" in der Martinskirche", im Teckboten vom 12. Dezember:

Schade, dass der Artikel über die Vorstellung "Heilige Nacht" nach Ludwig Thoma nicht letzte Woche schon zu lesen war, denn dann wäre uns klar gewesen, was uns tatsächlich erwartet und wir wären gar nicht erst hingegangen.

Eintrittspreise sind heutzutage nicht mehr unbedingt eine günstige Angelegenheit, so dass wir uns einen Besuch bei diversen Veranstaltungen immer verkneifen, da man ja selten genau weiß, was einen erwartet. Bei einem Zitat: "Besinnlichen, stimmungsvollen sowie feierlichen Adventsabend", dachten wir, könnte nichts falsch sein und so reservierten wir zwei Karten. Schon nach 15 Minuten trauten unsere Ohren nicht dem, was sie zu hören bekamen, nämlich ausgemachten rockigen Blues, dem kurz darauf ein zweiter folgte. Sollten wir denen nachgehen, die nun die Kirche verließen ? Nein, hofften wir doch auf die "weihenvollen Momente", die Paul Vincent in seiner Rede vorab angekündigt hatte. Zwar wurde es anschließend musikalisch ruhiger, doch wollte keine Adventsstimmung bei uns aufkommen. Vielleicht lag es ja auch an der Geschichtenerzählerin, deren Lesung wir als eher laut, bedrohlich und stellenweise aggressiv, denn besinnlich und charismatisch empfanden. Doch nicht alles wollen wir negativ sehen, sie hatte wirklich eine wunderbar warme und schöne Gesangsstimme. Auch herrschte sehr schönes und stimmungsvolles Licht.

Die Kirche war voll besucht, aber vielleicht hätte das Urteil darüber, wie das Stück ankam, vielleicht eher daran gemessen werden sollen, wie viele nach uns die Kirche während der Blueszugabe, zu der alle mitklatschen durften, verlassen haben. Wir jedenfalls glauben nun, nicht die Einzigen gewesen zu sein, die mit falschen Erwartungen zu einer Veranstaltung gelockt wurden.

Gaby und Bernhard Amsberg

Silcherstraße, Kirchheim

Gesundes oderdumpfes Misstrauen?

Zum Kommentar "Aufeinander zugehen", im Teckboten vom 16. Dezember:

Nach der bisher recht sachlichen Berichterstattung im "Teckboten" über die Sonderlandeplatz-Diskussion nun solch ein Kommentar? Werden hier nicht genau die Vorurteile bedient, die der Normalbürger immer wieder gegen Bürgerinitiativen hegt? In meinen Augen wurden von der Interessengemeinschaft zum Beispiel in den Mustereinwendungen auf völlig sachliche Art und sehr genau die fehlenden Punkte und Schwachstellen der BWLV-Antragsunterlagen aufgelistet eine Arbeit, die der Normalbürger so kaum zustande bringen könnte, ohne Fachmann zu sein.

Diese Arbeit nun pauschal und in dumpfer Stammtisch-Manier als "Misstrauen gegenüber Gott und der Welt" abzuqualifizieren, erstaunt mich bei einem Teckboten-Redakteur schon ziemlich, um es milde auszudrücken . . .

Die Interessengemeinschaft hat in der Zwischenzeit bereits das Gespräch mit den anderen Gruppierungen gesucht und wird das weiterhin tun.

Täglich wird einem vorgeführt, wie sehr die Politik von Lobbyisten beeinflusst werden kann. Nur wenn die fraglichen Punkte in den Antragsunterlagen geklärt werden und auch geklärt wird, welche Rolle die seitherigen Verträge der Stadt mit den Benutzergruppen noch spielen, unter den rechtlich völlig neuen Bedingungen eines "Sonderlandeplatzes", kann verhindert werden, dass der Sonderlandeplatz eines Tages zum (für alle) unerwünschten Bumerang werden kann. Das zu erreichen, geschieht nicht von allein, sondern dafür halte ich ein gesundes Misstrauen für unabdingbar aber kein dumpfes. Martin Brost Dettingen, Ammerweg

Rechtssicherheitmuss angestrebt werden

Zum Artikel "Wollen Hahnweide so erhalten, wie sie ist", im Teckboten vom 16. Dezember:

Der Bericht über das Pressegespräch berichtet sehr ausführlich über die allgemein bekannte und von allen geschätzte Geschichte des Segelfluggeländes Hahnweide und des dort ausgeübten Segelflugsports, er brachte außerdem die Standpunkte der Hahnweidenutzer deutlich zum Ausdruck und ergänzte damit den Bericht zur Info-Veranstaltung vom 11. Dezember.

Leider werden aber die bei der Info-Veranstaltung zum Teil sehr offenen Aussagen nun stark abgeschwächt. Konnten wir am Montag erfahren, dass das Innenministerium alle Ausnahmegenehmigungen zum 31. Dezember gekündigt hat und damit die Umwidmung in einen Sonderlandeplatz einfordert, wird nun dieser Druck lediglich als Vorschlag bezeichnet. Auch der Hinweis auf die Erklärung im Antrag, an dem festzuhalten, was heute Vereinbarung mit der Stadt ist, bestätigt, dass es doch nur eine Erklärung, aber kein festgeschriebener Bestandteil der Antragsunterlagen ist. Und genau diese wie auch andere noch fehlende Festschreibungen sind es, was von der Interessensgemeinschaft bei einer Umwidmung gefordert wird.

Dies sollte dann auch der wesentliche Punkt der Gespräche der Oberbürgermeisterin sein, nämlich "für Rechtssicherheit zu sorgen", genau das, was bisher im Antrag fehlt.

Sehr bedauerlich ist aber der dem sachlichen Bericht angehängte Kommentar. Ich weiß nicht, warum der Redakteur ein Misstrauen gegen die Vorgehensweise der Landesbehörden, die in mehreren Punkten zu beanstanden ist, als so negativ und zum Teil abfällig darstellt. Es wurde übrigens von niemandem der Stadtverwaltung misstraut. Es ist schade, wenn seitens der Redaktion einem leider entstandenen Spannungsfeld nicht entgegengewirkt, sondern eher noch zusätzlich geschürt wird.

Siegfried Hauff

Galgenberg, Kirchheim

Warum nicht Knoblauchund Holzkreuze?

Zum Artikel "Ein Sahnehäubchen für den Mini-Kreisel", im Teckboten vom 14. Dezember:

Der Gemeinderat hat trotz aller Warnungen beschlossen, an der Ausfahrt der Tiefgarage Schweinemarkt einen Mini-Kreisel einzurichten. Jetzt berichtet die Oberbürgermeisterin, dass sich ebenda in den letzten sechs Monaten bereits fünf Unfälle ereignet haben.

"Ich nehme diese Statistik so nicht hin", kommentiert ein Stadtrat. Was soll das? Traut dieser Stadtrat der Stadtverwaltung nicht zu, innerhalb von sechs Monaten auf fünf zählen zu können? Erinnerungen an Churchill wurden im Ratsrund wach. Unterstellt der Gemeinderat der Stadtverwaltung, diese Unfallstatistik in der Tat eine höchst komplexe Materie gefälscht zu haben? Solche Unterstellungen lassen bezweifeln, ob in der Frage Verkehrsführung am Alleenring eine produktive Zusammenarbeit zwischen Stadtrat und Stadtverwaltung noch möglich ist.

"Der Kreisel ist nicht so, wie wir ihn uns vorstellen". Als ob jemals ein bisschen Farbe einen Unfallschwerpunkt entschärft hätte. Der Kirchheimer Stadtrat hat 20 000 Euro in den Sand gesetzt und will es nur nicht zugeben. Das zeigen die hilflosen Rettungsversuche einzelner Gremiumsmitglieder. Weiße Farbe gegen gefährliches Geradeaus-Fahren, brenzlige Bremsmanöver und verwegene Verkehrsrowdys? Warum nicht gleich Knoblauch und Holzkreuze? Zumindest die Holzkreuze am Straßenrand wären effektiver.

Ein technisch bedenklicher Befreiungsvorschlag unserer bewährten Verkehrspolitiker "Katzenaugen" wurde bereits im Sitzungssaal abgewehrt. Ich könnte voller Vorfreude auf weitere Höchstleistungen unserer gewählten Comedians in dieser Verkehrs-Doku-Soap warten. Aber ich ärgere mich über vergeudete 20 000 Euro. Also nur ein Trauerspiel. Und der Tragödie nächster Teil folgt: in der nächsten Gemeinderatssitzung.

Beate Guoth

Kirchheim, Plochinger Straße

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.