Lokales

Heizen tangiert das Bolzen nicht

Am Mittwoch Bürgerinformation zur Hackschnitzelanlage auf dem Schafhof

Die Holzhackschnitzelheizanlage auf dem Schafhof, die mehrere Wohnungseigentümergemeinschaften und die Stadt Kirchheim gemeinsam bauen lassen wollen, nimmt planerisch immer mehr Gestalt an: Der Gemeinderat hat nun dem Vorentwurf und der notwendigen Bebauungsplanänderung zugestimmt. Bereits nächsten Mittwoch folgt eine Veranstaltung zur Bürgerinformation.

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Andreas Volz

Kirchheim. Wie bereits im Dezember berichtet, wollen die Stadt und die Wohnungseigentümergemeinschaften ein gemeinsames Problem gemeinsam lösen, um durch Synergieeffekte gemeinsam Geld zu sparen: Die Heizanlagen der Wohnanlagen sind ebenso in die Jahre gekommen wie diejenige der Schulgebäude auf dem Schafhof. Wenn Stadt und Privateigentümer zusammenarbeiten, können sie zwischen dem Bolzplatz und der Straße „Zu den Schafhofäckern“ eine Holzhackschnitzelheizanlage errichten lassen, die alle daran angeschlossenen Gebäude in den nächsten Jahren zuverlässig mit Wärme versorgt.

Das Grundstück, auf dem die Anlage entstehen soll, ist im Besitz der Stadt. Es handelt sich um eine öffentliche Fläche, die aber aus topografischen Gründen kaum öffentlich genutzt werden kann: Die Böschung zwischen Bolzplatz und Straße beziehungsweise der privaten Zufahrt zu den Gebäuden „Zu den Schafhof­äckern“ 132 bis 142 und Wieselweg  11 ist zu steil. Kirchheims scheidender Planungsamtsleiter Dr. Hermann-Lambert Oediger sprach von einem Höhenunterschied zwischen drei und vier Metern.

Die neue Holzhackschnitzelheizanlage soll so weit wie möglich in diese Böschung integriert werden. „Die Anlage ist gut eingebettet“, sagte Dr. Oediger im Gemeinderat. Sichtbar werde nur die Frontseite sein, die am Geh- und Radweg liegt, sowie der elf Meter hohe Kamin. An den übrigen drei Seiten ist die Heizanlage komplett von Erde umgeben. Auch das Dach wird mit Erde überdeckt und begrünt.

Zum Bolzplatz, der unabhängig von dem geplanten Heizungsneubau saniert wird, ergäben sich keinerlei Berührungen, betonte der Planungsamtsleiter. Allerdings achte die Stadt darauf, dass die Freiflächenplanung für beide Maßnahmen möglichst „aus einem Guss“ sein wird.

Wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht, soll die Anlieferung für den Hackgutbunker direkt von der Straße „Zu den Schafhofäckern“ her erfolgen. Gedacht ist an „regionale Anbieter mit kleineren Fahrzeugen“. Dadurch soll der Verkehr möglichst wenig vom Lieferverkehr beeinträchtigt werden – sowohl auf der Straße als auch auf dem Geh- und Radweg. Der Grünstreifen ist so auszubauen, dass die Lieferfahrzeuge ihn passieren können. Die vorhandenen Bäume stehen in genügend großem Abstand zueinander, sodass keiner weichen müsste. Zur Häufigkeit der Hackschnitzellieferungen steht in der Vorlage, dass im Schnitt mit zwei Lieferungen im Monat zu rechnen sei – „je nach Fahrzeuggröße, Außentemperaturen und Jahreszeit“.

Weitere Details zur zentralen Heizanlage erläutern die Planer und die Stadtverwaltung am kommenden Mittwoch, 16. April, bei der Bürgerinformation im evangelischen Gemeindezentrum Schafhof, das möglicherweise auch an diese zentrale Wärmeversorgung angeschlossen werden wird. Beginn der Informationsveranstaltung ist um 18 Uhr.