Lokales

Hektischer Ablauf verhindert Besseres

Die rhythmischen Sportgymnastinnen des TSV Ötlingen sind mit einem 18. Platz (Mannschaft) und einem 51. Platz im Einzel (Jana Schik) vom Deutschen Turnfest in Berlin zurückgekehrt.

BERLIN Tief beeindruckt sind die rhythmischen Sportgymnastinnen des TSV Ötlingen vom Deutschen Turnfest in Berlin zurückgekehrt. Die Gymnastinnen des TSV bestritten mit der JWK-Gruppe einen bundesweiten Pokalwettkampf (Jana Schik im Einzel) und hatten sich für den bundesweiten Vergleich einiges vorgenommen.

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Beeindruckt von der riesigen Wettkampfstätte, in der sonst die Basketballer von Alba Berlin bis zu 6 000 Zuschauer begeistern, präsentierten sie ihre Übung mit fünf Reifen zur Musik "The Rock" von Hans Zimmer. Die ersten Wechsel liefen glatt und ohne Fehler. Im mittleren Teil der 2,26 Minuten dauernden Übung schlichen sich kleine Fehler ein. Synchronität und Harmonie gingen etwas verloren, resümierte Trainerin Katja Schüch nach dem Wettkampf.

Beim letzten Wurf verspielten die Mädchen die mögliche Teilnahme am Finalkampf. Die Reifen wurden ungenau geworfen einer landete außerhalb der Wettkampffläche, was entsprechend höhe Abzüge in der Bewertung nach sich zog. Trotzdem reichte es zum 18. Platz in der Gesamtwertung und zu der Erkenntnis, dass bei Abrufen des vorhandenen Potenzials und einer konzentrierten Leistung ohne Fehlwurf Platz fünf möglich gewesen wäre. Manko für die Ötlingerinnen: Ab dem zehnten Startplatz wurde parallel auf zwei Wettkampfflächen geturnt die eigene Musik war oft nicht mehr zu hören.

170 TeilnehmerinnenDas größte Teilnehmerfeld erwartete Jana Schik im Einzelwettbewerbder Alterklasse zwölf bis 15 Jahre. Insgesamt 170 Gymnastinnen waren angetreten, um das Mammutprogramm zu bewältigen. Der Wettkampf wurde parallel auf drei Flächen ausgetragen, begann morgens um 9 Uhr und wurde abends um 21.30 Uhr beendet. Drei Durchsagen und drei Musikstücke überlagerten sich in der Halle, was den Gymnastinnen, den Zuschauern und Kampfrichtern viel abverlangte.

So hektisch wie die Atmosphäre präsentierte sich dann auch Jana Schik. Ihre Übungen hätten einen anderen Rahmen verdient gehabt. So konnte sie zwar ihre enorme Beweglichkeit und Risikobereitschaft ausspielen, jedoch kam ihre enorme Ausdrucksstärke wenig zur Geltung. So musste sie letztendlich nach ihren Übungen mit Reifen, Keulen und Band mit dem 51. Platz zufrieden sein.

Nachdem ihre eigenen Auftritte beendet waren, nutzten die Ötlinger Gymnastinnen die Zeit, um sich andere Wettkämpfe anzusehen. Höhepunkte waren unter anderem die Vorführung der Nationalmannschaft rhythmische Sportgymnastik oder die Bandübung der Mannschaft vom TV Bremen. Abgerundet wurde das Turnfest von der Abschlussfeier im ausverkauften Olympiastadion.

sst