Lokales

Helge Thun, Klassische Nacht und Vereinschronik

Wahlen, Rückblick und ein Ausblick auf das Programm in diesem Jahr standen bei der Hauptversammlung der Dettinger kultur ecce auf der Tagesordnung.

DETTINGEN Nach Begrüßung der 21 Anwesenden gab die Vorsitzende Sabine Hummel einen Rückblick aufs Jahr 2005. Insgesamt hat die kultur ecce ein gutes Jahr gestalten können auch wenn nicht alle Veranstaltungen Gewinn bringend und vom Wettergott gesegnet waren, wie die Klassische Nacht im Sommer beispielsweise. Dennoch gab es Veranstaltungen, die ein voller Erfolg wurden auch bei zunächst schleppendem Kartenverkauf , wie Klaus Birk im Februar mit seinem Kabarettprogramm "Wackel Kontakte" bewiesen hat.

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Die Ausstellung "Stahl und Eisen im öffentlichen Raum" von Werner Stepanek, die vom Frühsommer bis in den Herbst des letzten Jahres hinein auf dem Rathausplatz "rostfrei" zu bewundern war, inspirierte immer wieder aufs Neue viele Interessierte. Im Sommer gab es beeindruckende Arbeiten von Ulrike Franz auf Papier unter dem Titel "Zwischen Himmel und Erde", Malereien und Grafiken, im Rathaus zu sehen. Unter der Regie des Buchcafés erlebten die Zuschauer unter dem Titel "Bilder und Musik" eine Chagallwoche.

Die traditionell geplante "Klassische Nacht" auf dem Rathausplatz mit "Tri Elles Vocales" wurde durch schlechtes Wetter vom Platz hinweggeschwemmt und -gefegt. So konnte es nur eine kleine Auswahl im Rathausfoyer als "Bonbon" geben. Den Abschluss 2005 bildete das Kindertheater unter der Leitung von Monika Hildebrand mit dem Stück "Kein Apfel für Schneewittchen".

Sabine Hummel lobte die Vereinsmitglieder dafür, dass in den Ausschusssitzungen eine kreative Stimmung vorherrsche und Entscheidungen mit Herz und Kopf getroffen werden konnten. Schriftführerin Dagmar Thaer sprach über gute Kartenvorverkäufe im Jahr 2006, wie etwa bei "Helge und das Udo". Auch ging sie auf das Kindertheater ein. Die Ausstellung von Ute Franz sah Thaer als eine sehr lebendige, farbenfrohe Ausstellung an, die sich in diesen Sommer einpasste.

Die kultur ecce hat 56 Mitgliedschaften mit insgesamt 120 Mitgliedern. Der Bericht der Kassiererin, Birgitt Kammerer, fiel insgesamt für die kultur ecce erfreulich aus: Ausgaben, die manchmal sehr an die "Kante" gingen, standen Einnahmen gegenüber, die doch wieder einiges in die finanzielle Ordnung gebracht haben, sodass am Ende doch noch etwas "übrig" blieb. Die kultur ecce hat also allen Grund, mutig nach vorne zu schauen und nach neuen Veranstaltungen Ausschau zu halten.

Der gesamte Vorstand wurde einstimmig entlastet. Ein weiterer etwas schmerzlicher Punkt war die Verabschiedung von Ausschussmitgliedern der ersten Stunde, Uschi Waldow, Ina Schweizer und Hans-Dieter Rogulji. Sabine Hummel lobte Uschi Waldow für ihre kreative Arbeit und für ihre stetige Suche nach interessanten Künstlern. Ina Schweizer erntete Anerkennung für ihr Amt als zweite Vorsitzende, das sie einige Jahre lang ausgeübt hatte, sowie ebenfalls das Suchen und Finden von Künstlern. Hans-Dieter Rogulji, einziger Mann im Ausschuss, bezeichnete Hummel als eine der wichtigsten Figuren des Vereins. Er habe Ausschusssitzungen "auf den Punkt" gebracht und ohne sein organisatorisches Talent wären viele Veranstaltungen nicht so reibungslos abgelaufen.

Bürgermeister Rainer Haußmann lobte die Qualität der Veranstaltungen der kultur ecce, die auch das Publikum anderorts anziehen. Niveau setzte sich immer durch. Sabine Hummel, die sich nun aus dem Vorstand zurückzieht, zollte er großen Respekt für ihr Engagement, für ihre stetige Präsenz und ihren Einsatz. Da jedoch alles fließe wolle man es philosophisch betrachten könne eine Veränderung auch Gutes bewirken.

Mit diesen Gedanken ging es zur Wahl. Als neue Erste Vorsitzende wurde Petra Pommer vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Petra Pommer war auch bisher sehr engagiert und wichtige Ansprechpartnerin im Verein. Zweite Vorsitzende bleibt Monika Hildebrand, Schriftführerin Dagmar Thaer und Kassiererin Birgitt Kammerer. Als Beisitzer wurden Ingrid Mekle und Monika Klaß wiedergewählt. Neu im Ausschussboot sind nach einstimmiger Wahl Gudrun Offterdinger und Dietmar Vogt. Pressewartin ist nach wie vor Hannelore Sokolowski, und die Kassenprüfer Blodau und Kohlhammer nahmen die einstimmige Wiederwahl ebenfalls an.

Kurz besprochen wurde zudem das vorgesehene Programm für 2006. Am 28. Juli ist eine Klassische Nacht mit dem "Duo Vivace" geplant und es gibt ein Kinderferienprogramm. Außerdem kommt "Helge Thun" am 19. Oktober wieder nach Dettingen dieses Mal zwar allein, aber "magisch". Am 3. Dezember gibt es wieder ein Kindertheater unter der bewährten Regie von Monika Hildebrand und mit dem Titel "Die kleine Fee". Eine Ausstellung mit Fotografien aus dem Naturleben ist noch im Gespräch.

Unter Verschiedenes gab Hannelore Sokolowski bekannt, dass Uschi Waldow Ideengeberin sei für das Projekt, eine Chronik zum zehnjährigen Bestehen der kultur ecce herauszugeben. Die Idee soll in den nächsten Monaten in Angriff genommen werden.

hs