Lokales

Herrliche Landschaften und geschichtsträchtige Städte

Fünf Tage lang waren die Dettinger Radlersenioren auf einer "Drei-Länder-Tour" unterwegs in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Rolf Gleitsmann war Planer und Leiter der Tour, die unter anderem nach Colmar, Mulhouse und Basel führte.

DETTINGEN Nur wenig Landstriche in Baden-Württemberg sind so gut geeignet wie das Markgräfler Land mit den Anrainerländern Schweiz und Frankreich, um Radler in vielerlei Hinsicht zu verwöhnen. Die herrlichen Landschaften, wie die Rheinebene mit dem Elsass, den nahen Vogesen, dem Baseler Land und dem anschließenden Hochschwarzwald mit dem Schauinsland und dem Belchen, sowie den geschichtsträchtigen Städten Staufen, Colmar, Mulhouse und Basel bilden eine grandiose Kulisse und nicht zu vergessen eine gute Küche und guten Wein.

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Die Gruppe startete von Dettingen mit Autos nach Staufen. Nachmittags war die Besichtigung einer Brennerei angesagt, die interessante Einblicke in die Herstellung "geistiger" Getränke gewährte. Von geschichtlichem Reiz war auch die Besichtigung der Innenstadt von Staufen, wo im Gasthaus Löwen der Alchimist Dr. Faust um das Jahr 1530 vergeblich versuchte, Gold herzustellen. Die schmucken Fachwerkhäuser und die Burgruine von Staufen werteten den optischen Eindruck entsprechend auf. Gegen Abend erreichte die Gruppe ihr Stammhotel in Müllheim, das der Ausgangspunkt für die nächsten Tage sein sollte.

Tags darauf starteten 27 Personen dann die erste Radtour. Die Route führte bei Breisach direkt am Rhein entlang. In Breisach wurde dann der Rhein nach Frankreich überquert. Kurz vor Colmar, in Sundhoffen, wurde die Radlergruppe mit einem Viergängemenue verwöhnt. So gestärkt waren die letzten 10 Kilometer bis Colmar nur noch ein Kinderspiel. In Colmar hatte man ausreichend Zeit, um die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt zu genießen. Unzählige Fachwerkhäuser und mehrere Kirchen zeigten der Gruppe, warum Colmar zu den schönsten Städten im Elsass gehört. Die Rückfahrt führte dann durch mehrere kleinere Orte. In Fessenheim wurde die neue Rheinbrücke nach Deutschland überquert. Direkt an der Rheinbrücke konnten die Radler noch eine gewaltige Schleuse bestaunen, die im Rheinkanal zirka 30 Meter Höhenunterschied bewältigt.

Ziel der zweiten Radour war Mulhouse. Auf schönen Radwegen, durch Wald und an der Ill entlang, war die Gruppe zur Mittagszeit in der historischen Innenstadt, die sie ausgiebig besichtigte. Der Marktplatz mit dem alten Rathaus, schönen Fachwerkhäusern und einer imposanten Kirche bildeten den Höhepunkt. Am späten Nachmittag war die Gruppe wieder zurück in Müllheim und nutzte die Gelegenheit, Müllheim kennenzulernen.

Am nächsten Tag sollte eigentlich eine Radtour nach Basel starten. Doch das Wetter, Gewitter und schwere Regenfälle, machten ein Umdenken notwendig. Kurzentschlossen fuhr die Gruppe mit dem Zug nach Basel und besichtigte die Innenstadt mit den zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Höhepunkte waren das Baseler Rathaus und das Münster. Nach der Innenbesichtigung des Münsters, bei der Brigitte Mau viele interessante Punkte erläuterte, führte sie die Gruppe noch auf die Münstertürme, wo ein einmaliger Rundblick über Basel für den Aufstieg belohnte. Gemütlich und mit Gesang klang dann der Abend aus.

Am letzen Tag war ein straffes Programm angesagt. Morgens stand die Besichtigung eines Silberbergwerkes in Münstertal an, wo die Dettinger einen Einblick in die gefährliche und schwere Arbeit der Bergleute bekamen. Danach ging es ins Bienenmuseum nach Münstertal, das zeigte, wie seit Urzeiten auf der ganzen Welt Honig gesammelt und hergestellt wird. Höhepunkt war dann die Besichtigung der Klosterkirche Sankt Trudpert in Münstertal. Das anschließende Mittagessen mit typischen Speisen aus der Region war der Abschluss von fünf schönen, erlebnisreichen Tagen, bei denen Körper und Geist auf ihre Kosten kamen.

rg