Lokales

Herrliche Tage an Kocher und Jagst



RAINER STEPHAN

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HOLZMADEN Dass Deutschland mit das beste Radwegenetz Europas vorzuweisen hat, mag für Radobmann Manfred Sorwat ausschlaggebend gewesen sein, erneut die traditionelle Ausfahrt des TSV Holzmaden in heimischen Gefilden durchzuführen. Neu war, die Pedaleure per Bustransfer zum Ausgangspunkt Hütt-lingen chauffieren zu lassen.



Die Route flussabwärts entlang dem Kocher ließ die Gruppe schnell vorankommen und somit war auch genügend Zeit vorhanden, Landschaften und Städte in Augenschein zu nehmen. Einmal mehr verstand es Wolfgang Güth auf vorzügliche Weise, Schwäbisch Hall und andere Perlen der Hohenlohe den Teilnehmern näher zu bringen. Einzig der steile Schlussanstieg zum Zielort Garnberg bei Künzelsau verlangte von den Radlern sportliche Höchstleistungen bei der 1. Etappe.



Der zweite Tag führte über Nie-

dernhall zur Kochermündung bei Bad Friedrichshall, um sogleich später die Jagst flussaufwärts zu erkunden. Trotz der Visite des Städtchens Möckmühl und des Götz'schen Schlosses in Jagsthausen konnten die etwas mehr als 100 Kilometer bis zum Quartier in Schöntal problemlos zurückgelegt werden. Dort angekommen, war bereits der Gepäcktransfer durch das Stumpp'sche Wohnmobil bewerkstelligt.



Auch wegen der einsetzenden Hitze war die Besichtigung des Klosters Schöntal am nächsten Tag eine Wohltat für alle. Schweißtreibend gestaltete sich dann die Weiterfahrt. Die Versorgung der Radler mit notwendigen Erfrischungsgetränken und Vesper aus dem Begleitfahrzeug heraus war stets sichergestellt, so dass der sportliche Höhepunkt der Aufstieg nach Langenburg allen gelang. Sieger dieser "Bergetappe" war einmal mehr das Jungtalent Timo Stumpp. Dass auch das Radwegenetz noch verbesserungsbedürftig ist, zeigte der Zick-Zack-Kurs vor dem dritten Übernachtungsquartier in Kirchberg an der Jagst. Trotz des fehlenden flußbegleitenden Weges fand Tourführer Gerhard Barner jedoch sicher die richtige Strecke. Auf der Schlussetappe über Crailsheim und Ellwangen wurde am Stausee bei Rainau ein erquickender Badestopp eingelegt, sodass die spätere Überquerung der Kapfenburg den Meisten problemlos gelang. Bei einem kleineren Unfall kurz vor dem Ziel war die Erstversorgung der Verletzten durch die Mitradler vorzüglich gewährleistet.



Am Zielort Oberkochen war allen klar, dass die knapp 400 Kilometer lange Ausfahrt der vom 12-jährigen Jungradler bis zum 68-jährigen Hochleistungssportler reichenden Gruppe gelungen war und dringend einer Wiederholung im nächsten Jahr bedarf.

Vier Tage lang waren die Holzmadener Radler an Kocher und Jagst unterwegs.