Lokales

Herzlicher Dank an den Mann der ersten Stunde

Im Rahmen einer Feierstunde wurde Bernd Kemmner, bisheriger Geschäftsführer der Diakoniestation Teck verabschiedet, nachdem die immer vielfältiger werdenden Arbeiten nicht mehr länger allein vom Kirchenpfleger der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde und des Kirchheimer Kirchenbezirks im Nebenamt bewältigt werden können.

KIRCHHEIM Die fachlichen und zeitlichen Anforderungen in der ambulanten Pflege haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Struktur- und Organisationsformen mussten auch in der Diakoniestation Teck weiter entwickelt werden, um in Zukunft auf dem Pflegemarkt bestehen zu können. Bei 70 angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und rund 500 Pflegehaushalten hat sich die Geschäftsführung der Diakoniestation längst zu einem "Full-Time-Job" entwickelt.

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Bei der Verabschiedung wurde die Arbeit von Bernd Kemmner besonders gewürdigt. Beinahe 25 Jahre war er neben seinem Amt als Kirchenpfleger als Geschäftsführer der Diakoniestation tätig. In seiner Begrüßung stellte Dekan Hartmut Ellinger das große Engagement von Bernd Kemmner heraus, der für den betrieblichen und wirtschaftlichen Erfolg der Diakoniestation Teck und ihrer Vorgängereinrichtungen verantwortlich war.

Als Mann der ersten Stunde habe Bernd Kemmner in den Diakoniestationen Kirchheim, Lenningen und Weilheim vieles auf den Weg gebracht und wesentlich zur Fusion der Diakoniestationen beigetragen, um die Arbeit effizienter zu gestalten. "Trotz des Abschieds", davon zeigte sich Dekan Ellinger überzeugt, bleibt Bernd Kemmner doch der Gesamtkirchengemeinde und dem Kirchenbezirk als Kirchenpfleger erhalten.

In seinem Grußwort brachte es der Neidlinger Bürgermeister und Zweite Vorsitzende des Diakoniestationsausschusses, Rolf Kammerlander, so auf den Punkt: "Bernd Kemmner hat deutlich gemacht, was die Diakoniestation Teck qualitativ und quantitativ leisten kann. Er hat dafür gesorgt, dass die Diakoniestation stets leistungsfähig ist und in unseren Gemeinden einen guten Ruf genießt. Die Weiterqualifzierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lag ihm ebenso am Herzen wie die Verschlankung der Organisationsstruktur." Besonders betonte er auch im Namen seiner Kollegen die gute Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Kirche und Krankenpflegevereinen. Weiter fügte er hinzu: "Menschen auf schwierigen Wegen zu begleiten und ihnen, auch ihren Angehörigen, Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, ist der Kern der Tätigkeit der Diakoniestation Teck. Viele Bürgerinnen und Bürger haben es erfahren; wir alle wissen, was wir an der Diakoniestation haben. Und das war nicht zuletzt dem langjährigen Wirken von Bernd Kemmner zu verdanken."

Otto Specht überbrachte Grüße vom Evangelischen Landesverband für Diakonie-Sozialstationen und dankte Bernd Kemmner für seine Arbeit im Vorstand des Landesverbandes. Er bedauerte sehr, dass Bernd Kemmner sich aus der Arbeit der Diakoniestationen zurückzieht, doch er stellte fest: "Die Diakoniestationen sind wirtschaftliche Betriebe geworden, die hohen Einsatz in Wirtschaftsfragen, in Personalführung, in Kundenbetreuung und so weiter erfordern. Man kann diese Arbeit nicht mehr nebenher erledigen."

Mitarbeiterinnen der Diakoniestation brachten anschließend in Form eines Gedichtes die gemeinsame Arbeit der vergangenen Jahre humorvoll zur Sprache. Neben Pünktlichkeit und Sachlichkeit schätzen sie an ihrem bisherigen Geschäftsführer seine Stärke in Sachen Diplomatie. In seinem Schlusswort dankte Bernd Kemmner für die sachliche gute Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden, Kommunen und Krankenpflegevereinen, die trotz unterschiedlicher Interessen vorbildlich sei für die Region. Er schloss mit einem Zitat von Eugen Drewermann, in dem seine ganze Überzeugung für diese diakonische Arbeit zum Ausdruck kommt: "Wo immer wir einem anderen Menschen helfen, Vertrauen zu finden gegen die Angst und ein Stück Zuversicht zu setzen gegen die Resignation, zeigen wir ein bisschen von Gott."

Die Geschäftsführung der Diakoniestation Teck liegt jetzt in den Händen von Ulrike Schmid. Sie arbeitet schon seit einem Jahr in der Diakoniestation und hat sich auf die Arbeit als Geschäftsführerin vorbereitet.

wk