Lokales

Hilfe ein Vorstellungsgespräch!

KIRCHHEIM Claudia Beck von der Kreissparkasse Esslingen hat die Wirtschaftsschülerinnen und -schüler der Klasse WS 1 c der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule in Kirchheim besucht und ihnen wertvolle Tipps aus der Praxis zum Thema Berufswahl und Bewerbung gegeben. Da die Berufswahl für die Zukunft sehr wichtig ist, sollten Schulabgänger die Meinung und den Rat von Eltern, Verwandten, Lehrern und Freunden einholen. Zusätzliche Informationen bieten BIZ, Internet und die Agentur für Arbeit. Auch ein Praktikum kann ausschlaggebend für eine Entscheidung sein. Nur mit viel Willenskraft könne man sein Ziel erreichen, meinte Claudia Beck, die Referentin der Ausbildungsabteilung.

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Sie teilte der Klasse weiterhin mit, dass die Bewerbung der erste Schritt über die Schwelle zum Vorstellungsgespräch sei und daher einen guten Eindruck hinterlassen müsse. Kaffeeflecken oder Rauchgeruch sorgen dafür, dass die Bewerbung sofort naserümpfend aussortiert wird. Über 80 Prozent der Bewerbungen gehen ohne Unterschrift ein, was ebenfalls dazu führt, dass die Unterlagen postwendend zurückgeschickt werden.

Die so genannten Kopfnoten "Verhalten" und "Mitarbeit" sowie aus Schülersicht scheinbar unwichtige Fächer wie Geschichte/Gemeinschaftskunde oder Religion wirken sich auf das Weiterkommen aus. Auch das Bewerbungsfoto, natürlich in passender Kleidung, sollte von einem Profi stammen und seriös wirken. Mit Büroklammern befestigte Fotos sind tabu. Ausreichende Frankierung ist ein großes "Muss", da sich der künftige Arbeitgeber sicher nicht über ein Nachporto freut.

Wenn bis hierher alle Punkte richtig gemacht wurden und die Zeugnisnoten auch in Ordnung sind, ist es durchaus realistisch, dass eine Einladung zum Vorstellungsgespräch ins Haus flattert. Das Vorstellungsgespräch selbst ist das Wichtigste überhaupt, daher ist nun Pünktlichkeit angesagt. Zum Vorstellungsgespräch bei einer Bank in Jeans und Sneakers zu erscheinen, wäre fehl am Platz. Piercings, Tattoos, übertriebener Schmuck und grelle Schminke sind ebenfalls keine Eintrittskarte ins Berufsleben.

Claudia Beck übte mit allen 30 Schülerinnen und Schülern den richtigen Händedruck. Er soll nicht zu schwach sein, aber man will dem zukünftigen Chef auch nicht die Hand brechen. Unaufgefordert Platz zu nehmen, wird negativ bewertet. Gestik und Mimik sind das A und O: Ein freundliches, natürliches Lächeln ist besser als ein aufgesetztes Grinsen. Eine aufrechte, leicht vorgebeugte Sitzhaltung zeugt von Interesse, während vor dem Körper verschränkte Arme eher Ablehnung signalisieren. Körpersprache ist viel effektiver als das gesprochene Wort. Trotzdem kommt im Bewerbungsgespräch auch eine klare, deutliche Sprache in jedem Fall gut an.

Eine Schülerin der Klasse hat die Tipps von Claudia Beck so gut befolgt, dass sie kurz danach einen Ausbildungsvertrag unterschreiben konnte.

Klasse WS 1 c

Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule