Lokales

"Hilfen für Helfer"

Menschen, die sich ehrenamtlich und gemeinnützig engagieren, können mit mehr finanzieller Unterstützung rechnen. Die Gesetzesinitiative "Hilfe für Helfer" sieht höhere Steuerfreibeträge und bessere Rahmenbedingungen für Vereine und Stiftungen vor.

NÜRTINGEN Der Nürtinger Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold (SPD), der sich seit Jahren für das bürgerschaftliche Engagement stark macht, bezeichnete die Vorschläge aus dem Bundesfinanzministerium in einer Pressemitteilung als "spürbare rechtliche und finanzielle Verbesserung." Ziel der Initiative ist es, das Gemeinnützigkeitsrecht zu vereinfachen und eine steuerfreundliche Politik für engagierte Menschen in Deutschland zu schaffen.

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In der Vergangenheit wurden die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt wiederholt verbessert. Die Vorschläge des Bundesfinanzministeriums sehen nun eine weitere Anhebung von Steuerfreibeträgen und Abzugsfähigkeiten vor. So sollen Vereine künftig für wirtschaftliche Betätigungen eine Steuerfreigrenze von 35 000 Euro erhalten, statt wie bisher 30 678 Euro. Die zusätzliche Vereinheitlichung und Erhöhung der Spendenabzugsfähigkeit auf 20 Prozent sei mehr als viele Vereine erwartet haben, meint Rainer Arnold. "Wir erhoffen uns dadurch, dass die Spendenbereitschaft sich weiter erhöht", sagte er.

Die steuer- und abgabenfreie Übungsleiterpauschale werde erneut angehoben und soll von jährlich 1 848 Euro auf 2 100 Euro steigen. Aber nicht nur Übungsleiter, auch alle anderen Engagierten können von der neuen Initiative profitieren. Arnold: "Durch die Möglichkeit der Ermäßigung der Einkommenssteuer für Engagierte um 300 Euro setzen wir ein deutliches Zeichen." Durch eine einheitliche Aufzählung und Definition der spendenbegünstigten Zwecke in der Abgabenordnung bestehe künftig eine bessere Abstimmung zwischen Spenden- und Gemeinnützigkeitsrecht. Die Arbeit von Stiftungen solle ebenfalls besser gestellt werden, indem der Kapital-Höchstbetrag angehoben werden soll von heute 307 000 auf 750 000 Euro.

pm