Lokales

Hilfsbereit, freundlich und offen

Der erste Amerikaner, den wir trafen, war ein älterer Mann am Flughafen in Chicago, der so nett war, uns umsonst mit einem elektrischen Wagen des Flughafens zu unserem Gepäck zu fahren. Dieser erste positive Eindruck bestätigte sich bei uns während des ganzen Austauschs immer wieder. Denn das muss wirklich gleich am Anfang gesagt werden: Überall, wo wir hinkamen, trafen wir total viele hilfsbereite, freundliche und offene Menschen.

Auch abgesehen von unseren Gastfamilien, die sich alle rührend um uns gekümmert haben, waren die anderen Schüler an der Central High School immer sehr nett zu uns und begrüßten uns wie Freunde. Ja, die Menschen waren wirklich alle auffallend nett, offen und kontaktfreudig. Das wurde uns besonders bewusst als wir wieder in Deutschland waren.

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Viele Vorurteile die man hier von den Amerikanern hat, stellten sich für uns als falsch heraus. Enttäuscht waren wir alle nur ein bisschen, als unsere Gastfamilien bei der Welcome-Party nach einer Stunde schon wieder gehen wollten, weil das dort eben unüblich ist, dass man noch den restlichen Abend miteinander verbringt.

Von unseren Sprachkenntnissen waren die meisten Amerikaner sehr überrascht, da viele dort außer Englisch nur noch eine andere Fremdsprache sprechen. Dafür können die Amerikaner wirklich aus allem eine große Show machen, wie zum Beispiel dem Auftritt der Schulband, oder der Delfin-Show im Shedd Aquarium in Chicago.

Was uns auch etwas überraschte, war, dass bei manchen Familien den ganzen Tag der Fernseher lief, auch wenn der oft gar nicht beachtet wurde. Selbst in der Schulcafeteria gab es zwei Fernseher. Der Kleidungsstil der Amerikaner war etwas Neues für uns. Viele kommen mit Flip-Flops (es waren meist um die 20 bis 50 Grad Fahrenheit, also zwischen plus zehn und minus sieben Grad Celsius) oder Birkenstock-Hausschuhen zur Schule. Oft werden Hooded Sweatshirts (Kapuzenpullover) oder Shirts mit Aufdruck, zum Beispiel des Sportteams der Schule, getragen. Die Mädchen haben fast alle geglättete Haare.

Unsere Austauschschüler unternahmen größtenteils wirklich unglaublich viel mit uns, und oft waren auch noch andere Freunde dabei, mit denen wir uns immer super verstanden, als würden wir uns schon ewig kennen. In unserer Erinnerung werden die Amerikaner immer fröhliche Menschen sein, mit denen wir eine richtig tolle Zeit verbracht haben.

Mirijam und Adrienne