Lokales

"Hirshima mahnt: Nie wieder Krieg"

Vom 1. bis 26. August wird die Plakatausstellung "Hiroshima mahnt: Nie wieder Krieg!" im Rathaus gezeigt. Mit der Plakatserie soll an die Opfer der Bomben auf Hiroshima und Nagasaki erinnert werden.

KIRCHHEIM Mit der Ausstellung verbunden ist die Aufforderung, sich für die Ächtung aller Atomwaffen einzusetzen. Hierzu gibt es am Freitag, 5. August, in der Zeit von 22 bis 23 Uhr die Gedenkstunde "100 000 Kerzen für den Frieden" vor dem Kirchheimer Rathaus.

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Vor 60 Jahren, am Morgen des 6. August 1945 fiel nur eine einzige Bombe. Sie verwandelte die Stadt Hiroshima in ein Inferno. Innerhalb weniger Tage starben 140 000 Menschen. Drei Tage später wurde eine weitere Stadt, Nagasaki, in der gleichen Weise vernichtet. Noch einmal fanden 70 000 Menschen den Tod. In den Folgejahren starben noch einmal mehr als 80 000 Menschen an den Spätfolgen der Atombombenabwürfe. Insgesamt gab es mehr als 300 000 Tote.

Die 23 Plakate dokumentieren mit großformatigen Bildern und Texten die Folgen der Atombombenabwürfe. Hiroshima und Nagasaki waren aber auch der Beginn einer weltweiten Bewegung, die einen zähen, jahrzehntelangen Kampf gegen die Bombe führte. Ende der achtziger Jahre konnte sie erste Erfolge verbuchen: Zum ersten Mal wurden die Atomwaffenarsenale wirklich reduziert. Aber es gibt keinen Grund zur nuklearen Entwarnung: 30 000 Atomwaffen sind nach wie vor weltweit stationiert, knapp 7 000 werden in ständiger Alarmbereitschaft gehalten, davon 150 in Deutschland auf dem Fliegerhorst Büchel und auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein.

Zu der mahnenden Ausstellung im Kirchheimer Rathaus laden folgende Organisationen ein: Amnesty International Kirchheim, Arbeitskreis Asyl Kirchheim, Attac Kirchheim, Brückenhaus Kirchheim, Bündnis 90/Die Grünen Kirchheim, DFG-VK Neckar-Fils, DGB Ortskartell Kirchheim, Evangelische Kreuzkirchengemeinde Kirchheim, Familienbildungsstätte Kirchheim, Friedensinitiative Kirchheim, GEW Kreisverband Esslingen, Grüne Alternative Gemeinderatsfraktion Kirchheim, Pax Christi Kirchheim sowie das Türkische Volkshaus Kirchheim.

pm