Lokales

Hochbetrieb in der alten Marktstadt

KIRCHHEIM Gallusmarkt gestern in Kirchheim: Trotz winterlich kalter Temperaturen schlendern zahlreiche Besucher durch die

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ANJA WEISSINGER

Budenstadt. Schon in den frühen Morgenstunden herrscht in Kirchheim reges Treiben: Im Dunst der ersten gebrannten Mandeln des Tages, tragen die Händler ihre Waren zusammen. Um Stellplätze muss sich auch keiner sorgen, denn davon gibt es in diesem Jahr auf Grund der vielen gleichzeitig stattfindenden Jahrmärkte genug.

Auf dem traditionellen Gallusmarkt gibt es noch immer nichts, das es nicht gibt: Mode für Groß und Klein, Spielzeug, Putzmittel, Körbe, Hüte, Keramik, Socken und vieles mehr. Über 200 Buden locken mit vielseitigem Angebot. Für Händler ist der Kirchheimer Gallusmarkt ein begehrtes Pflaster, denn der Markt in der Teckstadt ist stets gut besucht. Ganze Menschentrauben bilden sich um Stände, an denen wortgewaltige Marktschreier die Passanten mit Schaukochen und -putzen von Qualität und Nutzen ihrer Produkte überzeugen. So manch einer lässt sich dann doch vom verlockenden "Mengenrabatt für Weihnachtsgeschenke" zum Kauf von Gemüsehobel oder Schuhcreme hinreißen. Neben den berühmten Marktschreiern, die mit den tollsten Argumenten für den Kauf ihrer Produkte werben, lockt anderes ganz unbewusst: So zieht eine Mischung aus Düften von Bratwurst, Gewürzen, verschiedenen Teesorten und frischen Schnittblumen durch die Ständeallee, während am Rathaus der Geruch von Flammkuchen, Raclette und Cre^pes die Sinne kitzelt.

Einzelne beschweren sich über "Trubel und Geschiebe", die meisten genießen jedoch die Atmosphäre und haben in all dem Treiben und Gedränge auch Zeit für ein kleines "Schwätzle" mit alten Bekannten: "Auf dem Gallusmarkt trifft man sich", freut sich ein alteingesessener Marktschlenderer.

Im Gegensatz zum Krämermarkt im Herzen Kirchheims ist der Andrang auf dem "Viehmarkt" weniger groß. Inmitten verlassener Fahrgeschäfte bieten zwei Stände in aller Frühe landwirtschaftliches Zubehör feil. "Wir haben unsere Stammkunden", weiß eine Betreiberin und arrangiert liebevoll Schubkarre und Heugabel.

Fotos: Jean-Luc Jacques