Lokales

Hochkarätiges Programm

Kirchheimer Stadtkapelle konzertiert am Samstag, 19. April, in der Stadthalle

Kirchheim. Am Samstag, 19. April, beginnt um 19.30 Uhr in der Kirchheimer Stadthalle das Concerto der Stadtkapelle. Auch in diesem Jahr stehen wieder zwei große Orchesterstücke auf dem Programm. Als Highlight konnte der erste Konzertmeister des Staatsorchesters Stuttgart, Joachim Schall, gewonnen werden. Mit seiner Violine, der Stadtkapelle Kirchheim als Begleitung und Harry D. Bath am Dirigentenpult, wird er ein außergewöhnlich ausdrucksstarkes Werk zu Gehör bringen.

Mit der bekannten Ouvertüre „Die Italienerin in Algier“ von Gioacchino Rossini werden die Mitglieder der Kirchheimer Stadtkapelle das Konzert eröffnen. Rossini ist einer der großen Komponisten der italienischen Oper und komponierte insgesamt 35 Opern.

Das „Concerto for Violin” von Stephen Melillo symbolisiert die moderne Romantik. Die drei Sätze, Tormentations, Romance, Allegro Assai Molto verlangen Solisten äußerste technische Versiertheit und eine ausgeprägte Ausdruckskraft ab.

Der Violinist Joachim Schall ist bereits seit 1977 erster Konzertmeister des Staatsorchesters Stuttgart. Durch seine vielen Tätigkeiten – er ist unter anderem Dozent an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst – und seine unzähligen CD-Aufnahmen ist er in Fachkreisen und vor allem natürlich im Raum Stuttgart sehr bekannt. Der Komponist des Stückes, Stephen Melillo, wurde in Port Chester / New York geboren. Das Werk erschien 2004.

Nach der Pause geht das Konzertprogramm weiter mit Gustav Holst. Holsts „Erste Suite in Es für Blasorchester“ gehört zu den Standardwerken der Blasorchesterliteratur und ist wohl im Bereich der E-Musik weltweit eines der meist gespielten Bläserwerke. Die Komposition wurde 1920 vom Blasorchester der Royal Military School of Music „Kneller Hall“ uraufgeführt und wurde vorzüglich für Blasorchester geschrieben.

Mit der Chaconne und ihren Variationen, dem Intermezzo, welches auf die Leichtigkeit der Holzbläser zugeschnitten ist, dem Marsch mit einer Blechbläsereröffnung, dem weichen Trio und dem Finale, das die Freude der Blasmusiker widerspiegelt, werden die Zuhörer auf die richtige Stimmung für das nachfolgende Stück eingestimmt.

Als zweites Hauptwerk des Abends folgt eine weitere außergewöhnliche Komposition. Michael Praetorius sammelte und publizierte Tänze. Die meisten stammen vom französischen Hofe um 1600, unter dem Titel „Terpsichore“ – Die Muse des Tanzens. Daraus schuf Bob Margolis 1980 dieses Werk für Blasorchester.

Der erste Satz beginnt mit einem feinen, beschwörenden Blockflötensolo, gefolgt von brutalen stürmischen Klängen der restlichen Bläser. Die explodierende Energie dominiert mit einem ständig und unerwartet wechselnden Modus. Ein Blechbläser Quintett spielt den Originaltanz, die beschwörende Blockflöte erscheint wieder und der Satz endet mit einem zischenden Lauf der Holzbläser.

Mit einem Quintett zwitschernder Flöten und einem langsamen spanischen Tanz beginnt der zweite Satz. Danach folgt ein derbes Ballett mit einem Springtanz, der den Satz zu einem unerwarteten Ende bringt. Der dritte Satz beginnt mit einem Xylofonsolo, gefolgt von einer Serie „Bourees“.

Die Klänge sind klar und hell und stellen die Klangfarben einer originellen „Renaissance-Kapelle“ dar. Im letzten Satz sind zuerst warme ruhige Variationen zu hören, die dann übergehen in eine Themenreihe, gespielt von den einzelnen instrumentalen Ensembles des Blasorchesters. Zum Schluss wird das Werk mit einer aufregend rhythmischen Volte zu einem strahlenden Ende gebracht. Stephanie Rauschnabel wird wie immer durch das Programm führen.

Karten für dieses Konzert gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen sowie bei den Musikern der Stadtkapelle. pm

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