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"Hochqualifizierten Kardiologen gewonnen"

Die Wahl von Privatdozent Dr. Martin Eberhard Beyer zum Chefarzt an der Medizinischen Klinik II des Klinikums Kirchheim-Nürtingen am Standort Kirchheim (wir berichteten) sieht die Krankenhausverwaltung in einer Linie zur Strukturentscheidung im Frühjahr 2003.

ANKE KIRSAMMER

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KREIS ESSLINGEN Wie das Landratsamt gestern mitteilte, hatten sich um die Stelle des Chefarztes für die Medizinische Klinik insgesamt acht Ärzte beworben. In nichtöffentlicher Sitzung des Betriebsausschusses Krankenhaus des Esslinger Kreistags fiel die Wahl auf den 41-jährigen Dr. Beyer. "Zum frühestmöglichen Zeitpunkt", spätestens jedoch zum 1. August, wird der künftige Chefarzt den Posten in der Teckstadt übernehmen, ließ Krankenhausdirektor Siegfried Schmid, Betriebsleiter des Klinikums Kirchheim-Nürtingen, auf Anfrage wissen. Derzeit ist Dr. Beyer Leitender Oberarzt des Herzkatheterlabors an der Medizinischen Klinik III im Universitätsklinikum Tübingen. Der Fachmann auf dem Gebiet der interventionellen Kardiologie wurde 1964 in Stuttgart geboren. Die Stelle in Tübingen hat er seit zwei Jahren inne.

"Mit Dr. Beyer haben wir einen hochqualifizierten Kardiologen, den wir brauchen, um die Entscheidung vom 20. März 2003 umzusetzen", sagte Krankenhausdirektor Schmid. Der damals gefasste Beschluss beinhaltet unter anderem, verschiedene Schwerpunkte in den Inneren Abteilungen an den beiden Standorten zu setzen. Während beispielsweise Gastroenterologie und Diabetesbehandlung in Nürtingen angesiedelt sind, werden Neurologie und Kardiologie zu Schwerpunkten am Standort Kirchheim ausgebaut. Dazu gehört auch die Einrichtung eines Linksherzkathetermessplatzes, die im März mit großer Mehrheit vom Esslinger Kreistag beschlossen wurde.

Bis die Anlage, mit deren Hilfe Untersuchungen der Herkranzgefäße und gegebenenfalls sofort auch Eingriffe vorgenommen werden können, im Kirchheimer Haus steht, werden allerdings noch mehrere Monate ins Land gehen. Das Anpassen der Technik, notwendige Umbauten, eine europaweite Ausschreibung und die Schulung von Mitarbeitern kosten laut Schmid eine Vorlaufzeit von mindestens einem halben Jahr. Jetzt steht dem Betriebsleiter zufolge die Kontaktaufnahme mit den Städtischen Kliniken Esslingen an, die die Einrichtung eines zweiten Messplatzes planen. "Wir müssen sehen, was wir selber machen und was wir an Esslingen übergeben", so Schmid.