Lokales

Höhlenlöwenknochen ist 48 000 Jahre alt

OWEN Die Wissenschaftler Dr. Wilfried Rosendahl vom Engelhorn-Reiss-Museum in Mannheim und Dr. Robert Darga, Leiter des Naturkunde- und Mammutmuseums in Siegsdorf, haben Schnittspuren an einem Knochen des Höhlenlöwen gefunden, die Menschen hinterlassen haben. Damit kann nach Ansicht der beiden Wissenschaftler belegt werden, dass der klassische Neandertaler auch im oberbayerischen Alpenvorland lebte.

Anzeige

Jetzt stellten sich die Wissenschaftler die Frage, wie sich diese Begegnung zwischen Neandertaler und Höhlenlöwe wohl abgespielt haben mag? Mit Sicherheit lasse sich schon sagen, dass die Menschen dem Höhlenlöwen nicht "das Fell über die Ohren gezogen", sondern sich nur ein paar Stücke Fleisch aus dem toten Tier geschnitten haben.

Als weitere Neuigkeit berichtet Dr. Wilfried Rosendahl, dass die Datierung eines Höhlenlöwenknochens aus der Sybillenhöhle bei der Teck ebenfalls ein Alter von rund 48 000 Jahre ergeben habe. Das bedeute, dass auch dieser Höhlenlöwe zur Zeit der Neandertaler lebte. "Spuren vom Menschen fehlen aber den Knochen aus der Sybillenhöhle, und Schnittspuren wie in Siegsdorf gibt es von den dortigen Löwenknochen auch nicht", informiert Rosendahl.

mr