Lokales

Hoffen auf Einhaltung der Bauzeit

Der Herdfeldbuckel in Notzingen wird ausgebaut und die Arbeiten dafür wurden in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vergeben. Die Kosten für Kanal, Wasserleitung und Straßenbau belaufen sich auf rund 154 000 Euro.

IRIS HÄFNER

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NOTZINGEN "Die ausführende Firma hat uns versprochen, die auf drei Monate festgesetzte Bauzeit einzuhalten. Darüber gibt es auch eine schriftliche Notiz", erklärte Peter Heinz vom Ingenieur Büro Hettler & Partner. An dieser Aussage hatten jedoch einige Gemeinderäte so ihre Zweifel. "Dann hoffen wir mal, dass das nicht die gleiche Geschichte wird wie der Radweg an der Notzinger Steige", unkte Herbert Hiller. Er bat darum, dass die Bauaufsicht "dahinterher" ist, den Baufortschritt regelmäßig zu überprüfen.

Um möglichst wenig Überraschung während der Bauzeit erleben zu müssen gab die Gemeinde ein geologisches Gutachten in Auftrag. "Damit sind wir auf der sicheren Seite was den Fels anbelangt, mit dem schon nach 30 Zentimetern zu rechnen ist", urteilte Peter Heinz. Deshalb könne man davon ausgehen, dass keine Nachträge seitens der Firma kommen. Im Juli soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Das sei genügend Zeit für die Firma, um die notwendigen Vorbereitungen treffen zu können. Bei dreimonatiger Bauzeit sei man dann auch vor der Schlechtwetterphase wieder fertig, gibt sich der Bauingenieur optimistisch. "Dieser Hoffnung sollte man Nachdruck verleihen", zeigte sich dagegen Günter Barz skeptisch.

Notzingens Bürgermeister Flogaus nahm die Firma in Schutz. Nicht alle Verzögerungen könnten allein ihr angelastet werden. Der Firma sei auch klar, dass es sich beim Herdfeldbuckel um eine recht verwinkelte Angelegenheit handelt, bestückt mit vielen Mäuerchen und Ecken. "Ein richtiges 'Bubaberlesgschäft', wie der Schwabe so schön sagt", meinte Jochen Flogaus.

Zur Beweissicherung der Bausubstanz wurde ein unabhängiger Gutachter eingeschaltet. Jeder Riss in den Gebäuden, die jetzt schon bestehen, wurde von ihm dokumentiert. "Durch die Rüttelei kann schon etwas passieren", schätzt Jochen Flogaus die Situation ein. "Fräsen ist in diesem Bereich schwierig, weshalb gemeiselt werden muss", erklärte Peter Heinz.