Lokales

Holder in der Scheuer

Holderschlepper und viele andere Geräte aus der ehemaligen Metzinger Schmiede für landwirtschaftliche Maschinen sind jetzt im Freilichtmuseum Beuren zu sehen.

BEUREN Von Spritzgeräten über Einachstraktoren bis zum Vierrad-Standardschlepper, die Firma Holder aus Metzingen war in ihrer weit über hundertjährigen Geschichte vielfach mit dabei, wenn es um die Entwicklung technischer Neuheiten zum Einsatz in der Landwirtschaft ging. Das Freilichtmuseum Beuren zeigt aus dem Museumsfundus diverse Oldtimer der Firma Holder in der Scheuer aus Beuren.

Anzeige

1888 gründeten die Gebrüder Holder in Urach eine Maschinen-Werkstatt und Magnetfabrik, siedelten mit dem Unternehmen 1902 nach Metzingen über und spezialisierten sich auf die Entwicklung spezieller Spritzgeräte für Landwirtschaft, Wein- und Obstbau. Ein Modell der frühen, selbsttätigen Rückenspritze ist im Freilichtmuseum ebenso zu sehen wie verschiedene Karrenspritzen, Membranspritzen oder Motorspritzen aus unterschiedlichen Epochen.

In den 1930er-Jahren nahm Holder eine führende Stellung bei der Herstellung von Einachs-Fahrzeugen ein. Im Zuge der Technisierung der Landwirtschaft, kam der von Max Holder entwickelte universell einsetzbare Einachstraktor immer öfter zum Einsatz. Gezeigt wird ein Standardmodell aus den 1950er-Jahren, das im Weinbau eingesetzt wurde. 1949, nach Inbetriebnahme eines zweiten Werkes in Grunbach bei Stuttgart wurden vor allem die Vierrad-Standardschlepper für Kleinbauernhöfe und Sonderkulturen gebaut. Zwei Traktoren, der Holder "B 12" von 1958 sowie der Holder "Autorekord" ein Schlepper mit Feld- und Baumspritze aus den 1950er-Jahren markieren diesen Zeitabschnitt.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum Ende der Museumssaison am 5. November.

la