Lokales

Holzskulptur wieder umgezogen

KIRCHHEIM Die im Zuge des letztjährigen Kunstsymposiums entstandene Holzskulptur des Tuttlinger Bildhauers Frank Teufel hat

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FLORIAN STEGMAIER

seit Ende Juli auf dem Schlossplatz, dem Ort ihrer Entstehung, einen neuen, wenn auch noch nicht unbedingt endgültigen Standort in der Kirchheimer Innenstadt gefunden.

Auf Initiative des Architekten Karl-Heinz Schöllkopf wurde im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung die Skulptur, die gemeinsam mit vier anderen zum Thema "Begegnung" gefertigten Arbeiten ein Jahr lang vor dem Kornhaus präsent war und dort viel positive Resonanz erfahren hat, in einer spontanen Aktion auf den Schlossplatz verbracht, wo nun für den Verbleib der Plastik in Kirchheim geworben wird.

Der Ankauf der Skulptur soll versuchsweise über eine Art "demokratisches Kunstsponsoring" erfolgen: Kirchheimer Bürger, denen die Arbeit gefällt und den Wunsch haben, sie dem Stadtbild zu erhalten, können einen oder mehrere der insgesamt 65 "Kunstanteile" à 100 Euro erwerben.

Ziel der Aktion, so Karl-Heinz Schöllkopf, sei es, Bürger für Kunst im öffentlichen Raum zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich gezielt für ein Kunstwerk einzusetzen, ohne sich dabei finanziell zu übernehmen.

Für den Verbleib der Skulptur von Frank Teufel in der Teckstadt spricht nicht allein deren hervorragende künstlerische Qualität, die den hiesigen Skulpturenpfad um ein weiteres Schmuckstück reicher machen würde, der enge Bezug zu Kirchheim macht sich bereits am Material selbst fest.

Die vier Meter hohe Plastik wurde aus einer vom Blitz getroffenen Eiche aus dem Talwald an den Bürgerseen geschaffen. Als Folge des Blitzeinschlags war die Rinde des Baums durch den erhöhten Wasserdruck abgesprungen und musste gefällt werden. Revierförster Daniel Ritter zufolge wurden etwa 2,95 Festmeter zur Fertigung der Skulptur verwandt, aus dem Rest des Holzes wurden Furniere und Barriquefässer gemacht.

Falls die 65 Kunstanteile bis zum 31. Oktober gezeichnet werden, wird die Arbeit erworben und in Kirchheim aufgestellt.

Schön wäre es, wenn der Schlossplatz, den Schöllkopf zu Recht als ein "Juwel" der Kirchheimer Altstadt bezeichnet, das nicht nur seiner Ansicht nach in Zukunft noch mehr von Kunst geprägt sein darf, sich als endgültiger Standort für das Kunstwerk heraus kristallisieren könnte.

Wer einen Anteil an dem Kunstwerk erwerben möchte, kann sich an das Kulturamt der Stadt Kirchheim wenden, Telefon 0 70 21/502-478, Fax 0 70 21/502-494, oder an Karl-Heinz Schöllkopf, Schlossplatz 9, Telefon 0 70 21/4 88 45-50, Fax 0 70 21/4 88 45-45.

Informationen zum Künstler gibt es im Internet unter www.frankteufel.de. Foto: Jean-Luc Jacques