Lokales

Hort wird teurer

Stadt Weilheim erhöht Gebühren

Eltern, die ihre Kinder an der Limburg-Grundschule im Hort betreuen lassen, müssen von August an mehr Geld bezahlen.

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Anke Kirsammer

Weilheim. Die Erhöhung der Gebührensätze sieht Weilheims Bürgermeister Züfle in Zusammenhang mit dem Hinaufsetzen der Gebühren für Kindergärten und Kernzeitenbetreuung an der Grundschule. „Dort haben wir die Sätze zum Jahresbeginn um acht Prozent erhöht. Deshalb müssen wir jetzt auch über die Hortgebühren sprechen.“ Eine Erhöhung ebenfalls um acht Prozent hielt der Schultes durchaus angemessen. Damit könne der Deckungsgrad von derzeit gut 16 Prozent auf 20 Prozent hinaufgeschraubt werden.

Der Schülerhort an der Weilheimer Limburg-Grundschule ging im September 2008 an den Start. Eltern können ihre Sprösslinge dort montags bis freitags von 7.30 Uhr bis zum Schulbeginn und nach Schulschluss bis 17 Uhr betreuen lassen. Momentan und im kommenden Schuljahr sind alle Plätze belegt. Wie Züfle bekannt gab, soll Eltern mit der Satzungsänderung auch ermöglicht werden, in den Ferien über den sonst angemeldeten Betreuungsbedarf hinaus für jeweils zehn Euro weitere Tage zu buchen.

Gemeinderat Siegfried Lehmann stieß sich an der einkommensabhängigen Gebührenstaffelung, bei der Besserverdiener prozentual weniger bezahlen müssten als Eltern mit geringem Einkommen. Wer bis 2 000 Euro verdiene, bezahle rund acht Prozent seines Bruttoeinkommens für fünf Tage. Bei einem Bruttoeinkommen von über 3 500 Euro seien es sieben Prozent. „Wir sind vom derzeitigen Stand ausgegangen und haben acht Prozent draufgeschlagen“, erklärte Anette Deißler-Völlm, im Weilheimer Rathaus zuständig für Kindergärten und Schulen.

Züfle verwahrte sich indes gegen eine Grundsatzdiskussion. Bei einer Gegenstimme von Siegfried Lehmann segnete das Ratsgremium den Verwaltungsvorschlag ab. Bei dem dreistufigen Gebührenmodell kostet die Betreuung eines Kindes an fünf Tagen bei einem Bruttoeinkommen von bis zu 2 000 Euro künftig 172 statt bisher 160 Euro. Wer bis zu 3 500 Euro verdient, muss 216 Euro (bisher 200 Euro) berappen, bei einem Verdienst von über 3 500 Euro werden 260 statt bislang 240 Euro fällig. Das Essen ist dabei inklusive. Dr. Hansjörg Egerer wunderte sich im Übrigen darüber, dass die Ausgaben für Verpflegung binnen Jahresfrist von rund 8 000 auf 12 400 Euro gestiegen sind. Wie Anette Deißler-Völlm darlegte, erklärt sich das mit einem Anbieterwechsel.