Lokales

Hundebesitzer sollten vorsichtig sein

Das Veterinäramt des Landratsamtes in Esslingen rät Hundebesitzer zur besonderen Vorsicht beim Spazierengehen mit ihren Tieren entlang von Feldern.

KREIS ESSLINGEN Dr. Gerhard Stehle, Leiter des Veterinäramtes mahnt: "Vorsicht beim Ausführen der Hunde, vor allem, wenn auf Feldern körnige Reste von Düngemitteln sichtbar sind."

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Problematisch sind die rizinhaltigen Pflanzendünger. Rizin ist ein Giftstoff, der in Rizinusschrot, einem organischen Stickstoffdünger enthalten sein kann. Laut Herstellerangaben wird dieses Rizinusschrot zwar einem Erhitzungsverfahren unterzogen, bei dem der Giftstoff Rizin inaktiviert wird. Offensichtlich gelingt dies jedoch nicht immer. "Den Landwirten, die diesen Biodünger verwenden, kann darum kein Vorwurf gemacht werden", betonte Dr. Stehle. Eine bekannte Düngemittelfirma hatte bereits vor fünf Jahren solche Produkte vom Markt genommen und führt sie auch nicht mehr in ihrem Sortiment.

Hunde scheinen, so der Veterinär, diesen Dünger attraktiv zu finden. Ist darin das hochgiftige Rizin enthalten, kommt es bereits wenige Stunden nach der Aufnahme zu Erbrechen, blutigem Durchfall, Schwäche, Bauchschmerzen, Kreislaufkollaps bis hin zum Tod.

Am vergangenen Wochenende haben vermutlich mehrere Hunde aus Esslingen solchen Dünger gefressen. Einer der Hunde konnte trotz intensiver tierärztlicher Behandlung nicht mehr gerettet werden. "Die Esslinger Vergiftungsfälle durch Düngemittel stehen nicht in Zusammenhang mit den Giftködervorfällen im Lenninger Tal", erklärte Dr. Stehle. Grundsätzlich gilt: Hunde mit Vergiftungserscheinungen sollten sofort einem Tierarzt vorgeführt werden.

la