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"Ich geh zur U! und Du?"

Mit der Aktion "Ich geh zur U! und Du?" der Bundeszentrale für gesundheitliche Bildung soll der abnehmenden Bereitschaft zur Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen entgegengewirkt werden. In Kooperation mit dem Landkreis Esslingen nehmen auch Einrichtungen im Kreis daran teil.

KREIS ESSLINGEN Von 400 Kindertageseinrichtungen im Landkreis Esslingen wurden 50 für diese Aktion ausgewählt, die bis zum 31. Januar 2006 läuft. Mit mehrsprachigen Plakaten und Informations-Flyern werden Eltern und Kinder an die anstehenden Termine für die Früherkennungsuntersuchungen und die Impfungen erinnert und über den Nutzen der Prävention aufgeklärt.

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Hierbei geht es um die drei letzten der neun Untersuchungen, die U7, U8 und U9, die im 2., 4. und 6. Lebensjahr anstehen und von den Krankenkassen bezahlt werden. Durch die Früherkennungsuntersuchungen können Krankheiten rechtzeitig erkannt, behandelt und die gesunde Entwicklung der Kinder gefördert werden.

Alle Kinder, die zur Untersuchung gehen, bekommen ein "U-T-Shirt". Kommt eine Gruppe zusammen, dann können die Kinder mit ihren T-Shirts ein witziges Gruppenfoto machen und damit beim Foto-Wettbewerb zur Aktion mitmachen. Die schönsten Bilder werden mit wertvollen Preisen belohnt, ein Überraschungs-Dankeschön fürs Mitmachen gibt es für alle anderen.

"Aktuelle Daten belegen, dass die Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen im Kindesalter mit den Jahren abnimmt. Gerade die letzten drei Untersuchungen vom zweiten Lebensjahr bis zum Vorschulalter, werden nicht mehr so oft wahrgenommen", so Dr. Walter Kontner, der Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Nach einer aus Niedersachsen vorliegenden Statistik nahmen im Jahr 2000 an der U1-Untersuchung, die nach der Geburt durchgeführt wird, 99,1 Prozent der deutschen Kinder teil. Bei den ausländischen Kindern lag der Prozentsatz bei 87,1 Prozent. Bei den weiteren Früherkennungsuntersuchungen nimmt die Teilnahme stetig ab. Bei der U9, bei der körperliche und geistige Entwicklung, Bewegungsverhalten, Hör- und Sehtest, Sprachentwicklung und Impfstatus abgeklärt werden, lag die Beteiligung unter den deutschen Kindern nur noch bei 83,1 Prozent. Bei den Kindern ausländischer Herkunft waren es nur noch 64,2 Prozent, die an der U9-Untersuchung teilnahmen.

Weitere Informationen gibt es beim Gesundheitsamt Esslingen, Dr. Karl-Heinz Schick, unter Telefon 07 11/39 02-16 36.

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