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Ich kann esnicht mehr hören Zum ...

Ich kann esnicht mehr hören

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Zum Leserbrief "Ich habe einen Zorn" von Dr. Freier im Teckboten am 16. August.

Ich stimme dem obengenannten Leserbrief voll und ganz zu.

Unglaublich, was die Stadt Kirchheim unter Teck und die gewählten Gemeinderäte so alles "mangels Geld" zu Wege bringen. Immer das ätzende Geschwätz, mangels Geld kann dies oder jenes nicht genehmigt werden. Trotzdem werden immer wieder Steuergelder ausgegeben, weil einfach das Maß des Notwendigen umgangen wird.

Ich kann es nicht mehr hören.

Alle profitieren vom Wachstum. Das Geld ist doch da. Nur muss es zweckdienlich ausgegeben werden.

Von den neu gewählten Gemeinderäten kommt auch nichts Besseres zum Vorschein, außer den langweiligen Interviews im Teckboten.

Wegen der Entscheidung des Gemeinderates für die Bepflanzung neuer Bäume an der Schöllkopfstraße möchte ich auf Folgendes aufmerksam machen: Auf dem rechten Randstreifen der Hahnweistraße zwischen dem Eintrachtshaus und der Autobahnunterführung wurden letztes Jahr mehrere Bäume gepflanzt. Ich bin der Meinung:

Fehlplanung der Auswahl der Baumart. Das Obst, das im Herbst abfällt, bleibt auf dem Boden lange liegen. Sollten es Kirschbäume sein, wer pflückt die Kirschen?

Der Abstand der Jungbäume zu den alten Bäumen beträgt zirka zwei bis drei Meter. Die Krone der alten Bäume verhindert das Wachstum der neuen Bäume.

Wenn so ein neuer Baum mit Arbeitszeit etwa 2500 Euro kostet, sind es ungefähr 15 000 Euro, die unötig ausgegeben worden sind.

Wo sind die Damen und Herren, die mit unseren Steuergeldern, das heißt mit den Einnahmen und Ausgaben besser und sinnvoller umgehen können?

Rolf Idler

Bleicherwiesen, Kirchheim

Es gäbe noch soviel zu holen

Zu "Vereine machen mobil" und "Strafzettel füllen Stadtkassen" im Teckboten am 15. August.

Unseren Politikern wird zunehmend immer weniger heilig: Erst kassiert man Steuern auf die Rente, obwohl erst propagiert wurde, dies sei Betrug und illegale Doppelbesteuerung, dann beschloss man Knall auf Fall ein zusätzliches Krankengeld für Rentner, die nun zehn Jahre lang Monat für Monat siebzig Euro abdrücken sollen trotz der (Bossebereichernden) Praxisgebühr. Jetzt sollen Vereine bluten, weil wohl die Lkw-Maut wegen der vielen Autobahnumfahrer zu wenig einbringt. Also, wenn schon Steuern auf alle möglichen Zahlungen, dann aber bitte auch auf die Feuerwehrabgabe und auf Gewerkschaftsbeiträge.

Es gäbe noch so viel zu holen, packt es an! Zum Beispiel Steuern auf Kaugummis, die werden wie Kippen überall bloß ausgespuckt und kleben dann oft an den Schuhen. Und zur Aussage des Autolobbyisten Hillgärtner, Verkehrskontrollen würden nur zur Bereicherung der Kommunen dienen und Verkehrssteilnehmer würden nur zur Kasse gebeten, kann man nur sagen, so penetrant uneinsichtig wie überall Parkverbote missachtet und Parkgebühren geprellt werden, sind die Autofahrer doch völlig selbst schuld, wenn sie Strafe zahlen sollen. Es ist schließlich im Bußgeldkatalog genau festgeschrieben, was welches Vergehen kostet, also liegt es doch an jedem selbst, einer Zahlung zu entgehen!

Würde jeder, der verbotswidrig verkehrt zur Fahrtrichtung fährt und parkt wie das fast jeder macht seine verdiente Strafe zahlen, könnte sich die Stadt das Rathaus vergolden lassen! Außerdem sagen Kriminologen: "Wer für Kleinigkeiten nicht belangt wird, der verliert das Gefühl für Recht und Ordnung und begeht dann eher eine richtige Straftat." Und: "Wo auch kleine Verstöße geahndet werden, gibt es weniger Verbrechen." Das ist die Strategie der Polizei in Köln, aber in Kirchheim kann jeder ab 15.30 Uhr, wenn der Vollzugsdienst Feierabend hat, machen, was er will, dann herrscht nämlich vollkommene Anarchie!

Werner Scharpf

Armbrustraße, Kirchheim