Lokales

"Ich muss nicht rauchen"

In Deutschland scheiden sich die Geister am Thema Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten. Laut einer Umfrage des Teckboten in der Kirchheimer Innenstadt ist Rücksichtnahme bei den Rauchern aber wieder auf dem Vormarsch.

ALEXANDRA BRENZINGER

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KIRCHHEIM "Ich muss nicht rauchen", schmunzelt Werner Theodor Bantle. Der Zigarrenliebhaber, O:2812F695.EPSder sich selbst als Genussraucher bezeichnet, besucht hin und wieder ein rauchfreies Cafe in der Kirchheimer Innenstadt: "Das gefällt mir und tut mir gut." Eine Zigarre ist für den 82-Jährigen etwas sehr Gemütliches. Gerne raucht er, wenn er spazieren geht, im Haus und auch im Auto dagegen war für ihn der blaue Dunst aber schon immer tabu.

"Mir ist es lieber, es wird nicht geraucht." Deshalb zieht es Cornelia O:2812F694.EPSSchöttle vor, ihr Getränk in einem Nichtrauchercafe zu genießen. In der Diskussion um das Rauchverbot hält die 47-Jährige den Kinder-und Jugendschutz für ein sehr wichtiges Thema. Der beste Weg aus ihrer Sicht ist es, "ein Vorbild zu sein".

"Ich bin dagegen", bezieht Joachim Richter zu einem generellen Rauchverbot Stellung. Er sieht einen Konflikt zwischen Rauchern und Nichtrauchern und schlägt vor: O:2812F698.EP_"Wenn man Einschnitte vornehmen möchte, dann zeitlich begrenzt, in Speiselokalen beispielsweise zu den Essenszeiten." Er vermutet, dass in Kneipen der Umsatz zurückgehen würde, kann sich jedoch andererseits auch vorstellen, dass mehr Nichtraucher kommen würden.

"Beim Essen ist es unangenehm", bestätigt auch Manuel Putz. Eine BeO:2812F697.EP_schränkung in Speiselokalen würde er einsehen, ein generelles Rauchverbot ist für ihn aber weder denk- noch durchsetzbar: "Abends weggehen, in Kneipen oder Discos, kann ich mir ohne zu rauchen nicht vorstellen." Auf eine Schachtel kommt der 23-Jährige am Tag. "Zigarettenautomaten abschaffen" hält er im Sinne des Jugendschutzes für sinnvoller als die Ausgabe mit Geldkarte.

Für Gerda Kurtzer ist "auch ein grundsätzliches Rauchverbot in OrdO:2812F696.EPSnung", denn die Zigarettenraucherin hat vollstes Verständnis für alle, die den "Qualm" nicht ausstehen können. Aus ihrer Sicht sollte jedoch nicht der Staat per Gesetz ein Rauchverbot festlegen, vielmehr "soll jeder Gastronom das selbst entscheiden können".