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IHK warnt vor der "Verjährungsfalle"

NÜRTINGEN Unternehmen können auf alten Forderungen sitzen bleiben und damit viel Geld verlieren, wenn sie nicht bis zum Jahresende ihre Ansprüche geltend machen. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer Nürtingen (IHK) hin. Der Grund: Zum 1. Januar kann erstmalig die kurze Verjährung von Forderungen nach den durch die Schuldrechtsreform geänderten neuen Verjährungsvorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches eintreten.

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Betroffen sind Altforderungen, die vor dem Inkrafttreten der Neuregelungen zum 1. Januar 2002 entstanden sind und für die nach neuem Recht die Verjährung auf drei Jahre verkürzt wurde. Die Folge: Offene Forderungen gleich in welcher Höhe wären mit Ablauf des 31. Dezember nicht mehr durchsetzbar.

Die IHK Nürtingen befürchtet, dass sich viele Unternehmen dieser "Verjährungsfalle" noch gar nicht bewusst sind. Deshalb sollten die Betriebe umgehend bestehende Ansprüche prüfen. Dies gilt insbesondere für Kaufpreisforderungen im kaufmännischen Bereich oder Ansprüche auf wiederkehrende Leistungen, wie zum Beispiel rückständige Zinsen, für die früher eine vierjährige Verjährung galt. Ebenso aber auch für Erfüllungs-, Bereicherungs- und Schadensersatzansprüche, für die das alte Recht unter Umständen sogar eine dreißigjährige Verjährung vorsah.

pm