Lokales

Im "Café Eckpunkt" fließt die Zeit langsamer

Für Menschen, die mit Armut und Einsamkeit konfrontiert sind, gibt es eine neue Anlaufstelle in Kirchheim: Das "Café Eckpunkt" der Diakonischen Bezirksstelle öffnete an Heiligabend offiziell seine Pforten.

TOBIAS FLEGEL

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KIRCHHEIM Mit einer Weihnachtsfeier für sozial benachteiligte Menschen ließen Klaus Konzelmann und zwei freiwillige Mitarbeiterinnen eine Tradition wieder aufleben, die bereits seit Jahren zum Programm der der Diakonischen Bezirksstelle gehört: Zuerst bei Kaffee und Kuchen, gegen Abend dann bei einem deftigen Gulaschgericht mit Gemüse, konnten sich die Gäste des "Cafe Eckpunkt" in heimeliger Atmosphäre auf Heiligabend einstimmen. "Ruhe, Gemütlichkeit und vor allem viel Zeit für Gespräche, das ist der Gedanke hinter der Weihnachtsfeier", erklärt Konzelmann das Konzept.

Gut zwei Duzend Menschen, nahmen das Angebot wahr, das wegen dem Neubau des Gebäudes im vergangenen Jahr ausfallen musste. Sichtlich entspannt genossen sie das Essen, lauschten dem Geigenspiel von Josephine Haussmann und der vorgetragenen Weihnachtsgeschichte. Wie in den vergangenen Jahren waren die Lebensmittel gestiftet worden, und zwar von der Bäckerei Scholderbeck, dem Cafe Mohrenköpfle, der Metzgerei Justus und dem Restaurant Fuchsen.

Das "Café Eckpunkt" soll künftig zu einer festen Adresse für jene werden, die mit Not und Einsamkeit leben. "Immer mehr Menschen, sind von Armut betroffen", sagt Konzelmann, "das merken auch wir in Kirchheim." Mitmenschen in Not zu helfen, ist für ihn und seine Kollegen als christliche Menschen wichtig.

Franz Fischer, der schon beim ersten Weihnachtsessen dabei war, freut sich, dass der Neubau mit dem Cafe hinter dem Johannes-Busch-Gemeindehaus endlich fertig gestellt ist. "Die gesamte Einrichtung muss unterstützt werden, weil es immer mehr Leuten schlecht geht", sagt er.

Zuerst muss sich jedoch herumsprechen, dass es die Einrichtung überhaupt gibt. Der Geschäftsführer der Bezirksstelle, Eberhard Haussmann, ermutigte seine Gäste, kräftig "Werbung" dafür zu machen, damit auch andere von dem gemütlichen Treffpunkt profitieren können. Und vielleicht passiert dann auch im "Eckpunkt" so etwas wie bei Irene Strömmer und Werner Rein, die sich in einer anderen Bezirksstelle der Diakonie kennen und lieben gelernt haben . . .