Lokales

Im Freilichtmuseum lebt altes Handwerk wieder auf

Der Förderverein des Freilichtmuseums Beuren lädt am Sonntag, 19. Juni, von 11 bis 17 Uhr zum traditionellen Museumsfest. Museumsbesucher erwartet unter dem Motto "Wir machen mit" ein Programm mit zahlreichen handwerklichen Vorführungen, Mitmachaktionen und Handarbeiten, die einen lebendigen Einblick in heute kaum mehr bekannte Fertigkeiten geben.

BEUREN Am kommenden Sonntag wird sogar ein Waschtag wie früher abgehalten. Zimmerleute demonstrieren die Herstellung einer Holzdachrinne und stellen Lehmwickel für Geschossdecken her. Der Maurer dichtet einen Dachbrunnen mit Lehm aus und stellt eine Quellfassung für eine Viehtränke her. Dem Steinmetz können die Gäste bei der Herstellung eines Auslaufs für eine Viehtränke und beim Behauen von Mauersteinen über die Schulter schauen. Feuer und Eisen sind die Elemente des Schmieds, wenn er an seiner transportablen Feldesse steht. Beim Schindelmacher entstehen Holzschindeln. Die Weberin setzt im originalgetreu wieder aufgebauten Weberhaus in der Dunk den Hand-Webstuhl in Betrieb. Am Immenheim gibt es beim Imker Informationen über Bienen und Honig. Bei der Klöpplerin entstehen filigrane Spitzen. Stickerin und Spinnerin zeigen ihre Kunstfertigkeiten.

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Der Gau-Männerchor des Karl-Pfaff-Gaus singt um 14 Uhr und um 16 Uhr. Für Kinder gibt es zusätzlich zu diesen Attraktionen Mitmachangebote: An der Pädagogik-Scheuer lädt die Töpferin zum Mitmachen ein. Beim Waschtag werden außerdem fleißige Helfer gesucht. Lohnenswert ist auch ein Gang in die Küche des Bauernhauses aus Beuren. Dort wird schwarzer Brei gekocht. Erstmals gibt es Musmehl zu kaufen. Bei einem Gewinnspiel des Fördervereins winken schöne Preise. Geöffnet hat auch das Museumslädle, ein Kolonialwarenladen von 1929, der von Fördervereinsmitgliedern betrieben wird. Im holzbefeuerten Backhaus backen Fördervereinsmitgliedern für die Museumsbesucher. Für Speis und Trank sorgt außerdem die Museumsgaststätte "Steinbüble", der eine Gartenwirtschaft angeschlossen ist.

Wer im Laufe des Tages in Sachen Museumsarbeit auf den Geschmack gekommen ist, findet am Infostand des Fördervereins des Freilichtmuseums nähere Informationen und Gesprächspartner. Fördervereinsmitglieder haben übrigens immer freien Eintritt ins Freilichtmuseum. Zu besichtigen ist darüber hinaus die Jahresausstellung "Wir sind aus dem Häuschen zehn Jahre Freilichtmuseum Beuren".

Da erfahrungsgemäß die Parkplätze direkt beim Museum rasch belegt sind, hat der Landkreis Esslingen extra für das Fest am Sonntag einen kostenlosen Pendelbusverkehr zwischen dem Freilichtmuseum und den kostenlosen Parkplätzen im Tiefenbachtal (ehemaliges Bundeswehrdepot) zwischen Nürtingen und Owen beziehungsweise Beuren (K 1243) eingerichtet. Der Ausweichparkplatz ist ausgeschildert. Der Bus pendelt im viertelstündlichen Takt ab, von 10.30 bis 18.30 Uhr vom Ausweichparkplatz zum Museum.

Am 19. Juni verkehrt auch das Sofazügle, der Museums-Dampfzug der Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen auf der Strecke zwischen Nürtingen und Neuffen. Zwischen Neuffen und dem Freilichtmuseum fährt an diesem Tag ein Bus (kostenpflichtig). Die Fahrzeiten sind auf die Züge des öffentlichen Nahverkehrs aus Richtung Stuttgart und Richtung Tübingen abgestimmt. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0 70 25/23 00 (abends) oder unter www.ges-ev.de.

Das komplette Programm des Museumsfestes ist im Internet unter www.freilichtmuseum-beuren.de abrufbar oder es kann telefonisch angefordert werden über die Nummer 0 70 25/9 11 90-90, per Fax unter 0 70 25/9 11 90-10.

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