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Im Großraum Filder gibt es nach Angaben des ...

Im Großraum Filder gibt es nach Angaben des Kreisbauernverbandes Esslingen etwa 20 Haupterwerbslandwirte. Rund 60 Bauern führen ihren Betrieb im Nebenerwerb. Beide Gruppen bauen zusammen auf 900 Hektar Fläche hauptsächlich Gemüse an. Der geschätzte Jahresumsatz liegt im Kraut-, Gemüse- und Salatanbau bei 20 Millionen Euro.

Die Landwirte auf den Fildern beschäftigen 104 feste Arbeitskräfte, davon sind 60 Familienangehörige. Hinzu kommen 280 Saisonkräfte. Die Betriebsgrößen variieren zwischen 15 und 75 Hektar. Der überwiegende Teil der von den Bauern bewirtschafteten Fläche ist Pachtland. Nach den Berechnungen des Kreisbauernverbandes haben die Betriebe auf den Fildern in den vergangenen zwölf Jahren rund 50 Millionen Euro investiert. Dazu gehört eine Bewässerungsanlage, die erst vor wenigen Jahren in Betrieb genommen wurde. Weitere Investitionen seien geplant. Die Betriebsleiter seien "durchweg hervorragend ausgebildet und wollen die betriebswirtschaftlich gut aufgestellten Betriebe fortführen und ausbauen".

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Die geplante Nordvariante einer zweiten Start- und Landebahn würde das Aus für zwei Aussiedlerhöfe bei Scharnhausen bedeuten. Denn die beiden Betriebe (Bayha und Briem) liegen mitten in der laut Gutachten vorgesehenen Fläche für die 2500 Meter lange, nördliche zweite Piste. Der Flächenverbrauch für diese Variante wird in der Studie des Flughafens mit 163,6 Hektar angegeben. Nach Einschätzung des Bauernverbandes wird aber unter anderem wegen der Ausgleichsmaßnahmen erheblich mehr Fläche verbraucht. Das sei auch bei der Südvariante zwischen Bernhausen und Neuhausen zu befürchten. Für diese Lösung mit einer 2698 Meter langen Piste ist ein Flächenbedarf von 186,9 Hektar vorgesehen.

hf