Lokales

Im Museumsdorf lebt altes Handwerk auf

Schon mal gesehen, wie Schmiede, Steinmetze, Drechsler oder Zimmerleute früher arbeiteten? Beim großen Museumsfest in Beuren am Sonntag, 18. Juni, wird von 11 bis 17 Uhr im Museumsdorf an vielen Ecken wieder gehämmert und gemeißelt.

BEUREN Traditionsreiche Handarbeiten wie Spinnen, Sticken, Klöppeln oder Weben können nicht nur bestaunt, sondern an manchen Stationen von Kindern und Erwachsenen selber ausprobiert werden. Mitglieder des Fördervereins Freilichtmuseum Beuren gestalten das Programm.

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Wie es sich für ein Fest gehört, fehlt es auch nicht an Speisen, Getränken und Musik. Das Kreisjugendblasorchester präsentiert jeweils um 15 und 16 Uhr einen Querschnitt durch die Unterhaltungsmusik. In einem alten Backhäusle geht das Museumsbackteam zu Werke, die Museumsgaststätte mit Gartenwirtschaft hat geöffnet. Beim Museumsfest zeigt ein Schmied an seiner mobilen Feldesse den Umgang mit Feuer und Eisen, der Steinmetz lässt aus Sandstein eine Schnecke entstehen, an der fußbetriebenen Drechselbank zeigt der Drechsler sein Können. Zimmerleute demonstrieren, wie einst mit dem Breitbeil Balken behauen und traditionelle Holzverbindungen hergestellt wurden. Eine Schindelmaschine für die Herstellung von Holzschindeln kommt zum Einsatz, mit dem Dechsel entsteht eine Dachrinne aus Holz. Auch das Kerbschnitzen zur Holzverzierung wird demonstriert. Klöpplerinnen lassen filigrane Spitzen entstehen mit dabei ist auch eine Kinderklöppelgruppe.

Eine Weberin setzt sich noch einmal an den Handwebstuhl im Keller des Laichinger Weberhauses. Im über 100 Jahre alten Tageslichtatelier präsentiert ein Sammler eine Auswahl von Boxkameras. "Wir machen mit!", nach diesem Motto des Museumsfestes können Kinder und Erwachsene bei Steinmetz, Drechsler oder Stickerin selber das alte Handwerk ausprobieren. Kinder sollten auf jeden Fall auch Station bei der Töpferin in der Pädagogik-Scheuer machen.

Beim Bienenwagen wird es bestimmt interessant und am echten Schneckengarten mit Weinbergschnecken lohnt sich ein Halt. Wer vom Besuch des Freilichtmuseums und des Museumsfestes etwas "Handfestes" mitnehmen will, findet im Tante-Helene-Lädle, einem vom Förderverein des Freilichtmuseums originalgetreu wieder aufgebauten Kolonialwarenladen von 1929, nostalgische und nützliche Produkte. An seinem Infostand gibt der Verein einen Überblick über weitere Projekte.

Interessante Informationen hält auch das Amt für Geoinformation und Vermessung des Landkreises Esslingen an einem Stand bereit. Hier werden moderne Messtechniken vorgestellt, topografische Karten können erworben werden. Beim Museumsfest ebenso dabei ist die Panorama Therme Beuren. Sie informiert über ihre Angebote. Das Freilichtmuseum in Beuren ist während der Museumssaison bis 5. November täglich außer montags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

INFODas Programm zum Museumsfest gibt es auf einem Flyer an der Museumskasse. Er kann auch kostenlos bei der Museumsverwaltung unter Telefon 0 70 25/9 11 90 - 90 angefordert oder auf der Homepage des Freilichtmuseums unter www.freilichtmuseum-beuren.de nachgelesen werden.

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