Lokales

Im Zeichen des Salzes

Schwäbisch Hall, die Reichsstadt im Glanz des Salzes, wollte die Ortsgruppe Kirchheim des Schwäbischen Heimatbundes erkundigen.

KIRCHHEIM Passend zum ersten Advent stand eine sehr gute Führung auf dem Programm durch die Kunsthalle Würth. Dort sind bedeutende Bilder altdeutscher Kunst zu sehen, Tafeln der Passionsaltäre, Bilder von Hans Holbein, Lucas Cranach und anderen Meistern des süddeutschen Raumes.

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Anlass für die Entstehung Schwäbisch Halls Hala Suevorum war eine Solequelle, aus der bereits in keltischer Zeit Salz, das weiße Gold des Mittelalters, gewonnen wurde.

Holger Starzmann führte die Gruppe durch Gassen, an allen Spielarten von Hauseingängen vorbei zum ehemaligen Barfüsser Kloster, zum Beginenhaus, zum Dekanatsgebäude des Reformators Brenz hinauf zum Marktplatz mit dem spätbarocken Rathaus, der Nadelsäule des Prangers über die herrliche Freitreppe zur Michaelskirche. In der Vorhalle unter dem romanischen Turm wurden die Kirchheimer vom Erzengel Michael "begrüßt".

Johannes Brenz hat den sonst üblichen Bildersturm nach der Reformation in Sankt Michael verhindert, und so gibt es viel an Schätzen zu entdecken. Ein wunderbarer Christus am Kreuz gehört zu den Besonderheiten. Ein Blick vom Eingang von Sankt Michael über den Marktplatz, das Rathaus, die unten liegende adventlich geschmückte und beleuchtete Stadt bleibt in der Erinnerung.

Franziska von Hohenheim schrieb 1780 nach der Rückreise von Hall in einem Brieflein: "Ich kann meine Wonne über Hall nicht genugsam ausdrücken."

pm