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In acht Städten des Regierungsbezirks Stuttgart gelten nun Umweltzonen

In acht Städten des Regierungsbezirks Stuttgart gelten nun Umweltzonen

Diesen Samstag ist es so weit. Wer in die größeren Städte Baden-Württembergs fahren will, muss eine der drei Feinstaubplaketten hinter der Windschutzscheibe kleben haben. Im Kreis Esslingen können die Autofahrer dagegen noch ohne die Umweltaufkleber alle Straßen und Städte nach Lust und Laune befahren.

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marisa schneider

Kreis Esslingen. „Die Nachfrage nach den Feinstaubplaketten ist auch in unserem Raum hoch“, erzählt Alfred Hiller, Pressesprecher der KfZ-Innung Nürtingen-Kirchheim und Inhaber eines Nürtinger Autohauses. Robert Legner, Leiter der Zulassungsstelle im Esslinger Landratsamt, kann dem nur zustimmen. Allein das Landratamt „verkaufte im letzten Jahr gut 50 000 Plaketten.“ Besonders in den letzten Tagen sei die Zahl der verkauften Plaketten stark gestiegen, weiß Robert Legner zu berichten.

Obwohl die Autofahrer für den Kreis Esslingen noch keinen Aufkleber brauchen, legen ihn sich viele zu, denn gleich nach Esslingen beginnt die Umweltzone von Stuttgart. Für fünf bis sechs Euro können die Feinstaubplaketten beim Landratsamt, anerkannten Abgasuntersuchungsstätten und Prüfstellen von TÜV, GTÜ oder Dekra erworben werden. Was für eine Plakette die Fahrer für ihr Auto bekommen , hängt letztendlich von der im Fahrzeugschein ausgewiesenen Typschlüsselnummer und somit der Emissionsklasse ab. Am meisten verkauft werden die grünen Kleber, die den Autos und ihren Fahrern dann auch für jede Zone „grünes Licht geben“.

Was wenn der Besitzer für sein Auto aber nur eine rote oder gar keine Plakette bekommt? Alfred Hiller empfiehlt eine Nachrüstung, hauptsächlich für Fahrzeuge bis zum achten, höchstens zehnten Jahr. Vor allem bei Dieselfahrzeugen lohnt sich der Einbau von Partikelfiltern, der zudem noch mit 330 Euro staatlich unterstützt und meist mit der grünen Plakette belohnt wird. „Die Autos erzielen so bei einem Wiederverkauf einen viel höheren Wert“, berichtet Alfred Hiller.

In der kommenden Zeit ist es allerdings noch egal, ob die grüne, gelbe oder rote Plakette an der Windschutzscheibe klebt, hauptsache es ist überhaupt eine da. Die Laufzeit der Aufkleber ist laut Robert Legner hingegen noch nicht geregelt. Sicher ist jedoch, dass ab Samstag, 1. März, kein Auto ohne eine der drei Plaketten in acht Städten des Regierungsbezirks Stuttgart, zu denen Stuttgart selbst, wie auch Ludwigsburg und Leonberg gehören, fahren darf. Ausnahmeregelungen gelten beispielsweise für Kranken-und Arztwagen, wie auch für Fahrzeuge von stark gehbehinderten Personen, die einen Schwerbehindertenausweis besitzen. Für alle anderen droht bei einem Verstoß eine Geldbuße von 40 Euro sowie ein Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister.

Bis jetzt hat der Autohausinhaber Alfred Hiller fast nur positive Reaktionen auf die Einführung der Feinstaubplaketten erfahren: „Die meisten haben die Plaketten und ihre Umweltzonen akzeptiert und zeigen Verständnis.“

Interessierte können nähere Informationen, wie zum Beispiel der Zusendung von Plaketten, auf der Homepage des Landratsamts Esslingen www.landkreis-esslingen.de einholen.