Lokales

In der Gemeinde Ohmden wird Strom gespart

Konzessionsabgabe erreicht Plansumme nicht – Nachtragshaushalt ist notwendig geworden

Der Ohmdener Gemeinderat hat im Februar den Haushalt für das Jahr 2008 verabschiedet und nunmehr in seiner jüngsten Sitzung noch einen Nachtrag für das laufende Jahr beschlossen. Notwendig geworden ist dies durch eine außerordentliche ­Tilgung eines Darlehens und den Nichteingang von einem eingeplanten Grundstückserlös.

Rudolf stäbler

Ohmden. Kämmereimitarbeiter Nagel von der Stadt Weilheim erinnerte daran, dass im September ein Darlehen bei dem die Zinsausschreibung auslief bei der LBBW außerordentlich getilgt worden sei. Durch diese Tilgung sank die Verschuldung der Gemeinde fast exakt auf den Lan­desdurchschnitt aller Gemeinden. So wird die Gemeinde Ohmden zum Schluss des laufenden Haushaltsjahres noch Schulden in Höhe von rund 780 000 Euro haben. Pro Einwohner sind dies 445,30 Euro.

Zum anderen kann im Vermögenshaushalt der eingeplante Grundstückserlös für das Grundstück Zeller Straße 2 in Höhe von 90 000 Euro voraussichtlich in diesem Jahr nicht mehr realisiert werden. Hauptsächlich aus diesen Gründen, so Nagel, sei ein Nachtragshaushaltsplan gefertigt worden.

Gleichzeitig hat die Kämmerei jedoch im Rahmen des Nachtragsplans auch an allen anderen Stellen des Haushaltsplans Veränderungen vorgenommen, bei denen absehbar ist, dass die ursprünglichen Ansätze nicht erreicht, beziehungsweise mehr als geringfügig überschritten werden.

Beim Einkommensteueranteil kann Ohmden im Jahr 2008 mit rund 28 300 Euro mehr rechnen als ursprünglich geplant. Ursache hierfür ist, dass der an alle Gemeinden ausgeschüttete Betrag um 0,15 Milliarden Euro angehoben wurde. Bei der Konzessionsabgabe werde der Ansatz von 45 000 Euro voraussichtlich nicht erreicht. Hauptursache hierfür ist, dass in Ohmden weniger Strom verbraucht wird. So musste der Ansatz um rund 6 500 Euro reduziert werden.

Beim Wald konnte im laufenden Jahr überdurchschnittlich viel Holz verkauft werden. Es ist nach derzeitigem Stand mit Mehreinnahmen bei den Holzerlösen von rund 6 500 Euro zu rechnen. Dies entspricht einer Stei­gerung von 65 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Planansatz. Allerdings wurden im Gemeindewald auch mehr Jungbestandspflegemaßnahmen vorgenommen als geplant. Die Kosten sind deshalb angestiegen und der Haushaltsansatz bei den Waldkulturkosten wurde um 5 000 Euro erhöht.

Im Jahr 2008 nutzte die Gemeindekasse die insgesamt sehr gute Kassenlage zu zinsbringenden Geldanlagen und es wurden und werden weniger Kassenkredite benötigt. So stie­gen die Zinseinnahmen mit 7 700 Eu­ro auf ein Mehrfaches des ursprünglich geplanten Betrages an.

Bei den meisten öffentlichen Einrichtungen konnten die im Laufe des Jahres deutlich gestiegenen Bewirtschaftungskosten aufgefangen werden. Bei der Gemeindehalle war dies nach den Worten von Nagel nicht möglich. Der Ansatz für die Halle musste so um 9 500 Euro erhöht werden.

Beim Vermögenshaushalt musste man leider damit leben, dass dieses Jahr mit der Veräußerung des Grundstücks Zeller Straße 2 nicht mehr gerechnet werden kann. Der Ansatz wurde deshalb entsprechend nach unten korrigiert. Falls der Erlös wider Erwarten dieses Jahr noch realisiert werden kann, fließen die Einnahmen direkt in die Allgemeine Rücklage und stehen für Investitionen in den folgenden Jahren zur Verfügung. Der restliche Überschuss des Jahres 2007 mit 231 955 Euro verbleibt aber in der Rücklage.

Ursprünglich war das Darlehen, bei dem die Zinsfestschreibung auslief, zur Umschuldung veranschlagt. Jetzt aber konnte das Darlehen jedoch komplett außerordentlich getilgt werden.

Unter Berücksichtigung aller Änderungen die die Kämmerei im Rahmen des Nachtrags 2008 vorgenommen hat, erhöht sich die Zuführung des Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt um 18 500 Euro. Unter Berücksichtigung der erhöhten Zuführung des Verwaltungshaushalts, dem Ausfall bei den Grundstückserlösen und der außerordentlichen Darlehenstilgung ergibt sich im Vermögenshaushalt nur eine geringe Rücklagenentnahme von 5 500 Euro zum Gesamtstand von 262 462 Euro Ende 2008. Der Schuldenstand der Gemeinde geht um fast 130 000 Euro zurück.

Der Eigenbetrieb Wasserversorgung wirtschaftet planmäßig. Eine Änderung des Wirtschafts- und Erfolgsplans war nicht erforderlich.