Lokales

In Kirchen und auf Plätzen gesungen

Der strömende Regen bei der Abfahrt des Frauenchors nach Venedig ging nach dem Brenner über in strahlendes Spätsommerwetter. Das hob natürlich die Stimmung, und die Faszination der toskanischen Landschaft tat das Übrige.

KREIS ESSLINGEN Die erste Station war das an steilen Felswänden gelegene Riva del Garda. Das südländische Flair der Gassen, Plätze und Zypressenhaine lud zu einem ausgedehnten Spaziergang ein. Gegen Mittag war eine Fahrt mit dem Schiff nach Malcesine gebucht. Schon in der Ferne erkannte man das Kastell der Scaliger eine mächtige Burganlage am Ufer des Gardasees. Die mittelalterliche Bauweise des Städtchens mit seinen verträumten Winkeln, den vielen kleinen Läden und deren verlockende Angebote war ganz nach dem Geschmack der Besucherinnen. Die Möglichkeit, mit der Seilbahn auf den Monte Baldo zu schweben war gegeben und es hat sich gelohnt. Der Blick über den See war beeindruckend.

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Der Bus brachte die Sängerinnen zum Hotel in San Zeno Di Montagne. Die Anlage des Sporthotels war auf halber Höhe, es bot sich ein faszinierender Blick auf den See und die angrenzenden Berge, die sich im Wasser widerspiegelten. Nach einer abendlichen Chorprobe mit Waltraud Hötzel, zeigten die Sängerinnen keinerlei Ermüdungserscheinungen. Angela Ott spielte mit ihrem Akkordeon auf und lud zum Singen und Tanzen ein. Weitere Hotelgäste gesellten sich dazu und spät erst kehrte im Hotel Ruhe ein.

Am nächsten Morgen wartete bereits ein Führer für Venedig. Er begleitete die Gruppe den ganzen Tag und vermittelte die Sehenswürdigkeiten aber auch die Belange und Probleme der Stadt. Der Chor ließ die Gelegenheit nicht aus und sang in der Kirche Sankt Maria della Pieta, in der Vivaldi seine Konzerte gegeben hat. Beim anschließenden Singen auf dem Marcusplatz war der Chor bald von Zuhörern umringt und erhielt eine spontane Einladung, bei einem Konzertabend mitzuwirken.

Mit dem charmanten Reiseleiter ging es treppauf und treppab durch die Gassen, oft parallel der Wasserstraßen, vorbei an idyllischen Winkeln und reparaturbedürftigen Fassaden. Nachmittags entschlossen sich alle zu einer Schifffahrt zu den vorgelagerten Inseln jede von ihnen hat ihre eigene Geschichte. Erfüllt vom Erlebten klang der Abend in geselliger Runde aus.

Die Heimreise am nächsten Morgen führte über Brixen. Auf dem Platz vor dem Dom wurde kurzfristig ein kleines Platzkonzert anberaumt und wieder bildete sich schnell eine Zuhörerkulisse, die begeistert mitklatschte und mit Beifall nicht geizte. Im Dom selbst sang der Chor einige sakrale Stücke. Alle waren beeindruckt von der wunderbaren Akustik. Nach einem Bummel durch das sommerliche Brixen ging die Fahrt weiter Richtung Brenner und der Himmel verdunkelte sich. In Mittenwald wurde ein Stopp eingelegt, und wie konnte es anders sein, der Regenschirm war vonnöten, ebenso in Ulm, der letzten Station. Alle Teilnehmerinnen waren begeistert von der Reise und dankten Waltraud Schulz für deren Organisation.

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