Lokales

In Kirchheim brechen die Einnahmen weg

Zum Schluss der Kirchheimer Gemeinderatssitzung ging Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker auf die aktuelle Steuerschätzung und deren mögliche Auswirkungen für Kirchheim ein. Bereits im laufenden Haushaltsjahr muss die Stadt Kirchheim mit deutlichen Einnahmeausfällen als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise rechnen.

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Andreas Volz

Kirchheim. Noch ist es zu früh, um aus den neuesten Steuerschätzungen ableiten zu können, was der bundesweite Ausfall von 45 Milliarden Euro an Steuereinnahmen im laufenden Jahr konkret für die Stadt Kirchheim bedeutet. Schon die monatlichen Ergebnisse im ersten Quartal seien für Kirchheim „atypisch“ gewesen, sagte Stadtkämmerer Herbert Sedlaczek-Kohl gestern auf telefonische Nachfrage. Was sich aber seit März abzeichne, sei ein genereller Abwärtstrend.

Die Stadtverwaltung habe deshalb Mitte März eine Reduzierung der Ausgaben auf 90 Prozent des ursprünglich geplanten Volumens angeordnet. „So bilden wir im Verwaltungshaushalt eine Reserve von 1,9 Millionen Euro, und damit können wir auch bei entsprechenden Steuerausfällen klarkommen“, meint der Kämmerer. Die Zuführungsrate verringere sich dadurch nicht. Allerdings leidet der Vermögenshaushalt unter rund 4,5 Millionen Euro an Mindereinnahmen aus geplanten Grundstückserlösen sowie unter 800 000 Euro an Mehrausgaben durch die energetische Sanierung des Schlossgymnasiums nach dem Konjunkturprogramm II. Die Gesamtsumme von 5,3 Millionen Euro lasse sich durch Umschichtungen ausgleichen – über einen Nachtragshaushalt, der im Juli ansteht.