Lokales

In Kooperationen eine breite Basis geschaffen

Seit Gründung des Vereins Pflege- und Adoptivfamilien für Kinder, Kreis Esslingen, kurz PFAD genannt, verdreifachte sich die Mitgliederzahl. Bisher haben sich 35 Familien zusammengefunden, wie die Vorsitzende Susanne Martin bei der Hauptversammlung in der Kirchheimer Familienbildungsstätt berichtete.

KIRCHHEIM In ihrem Tätigkeitsbericht konnte Susanne Martin auf eine erfolgreiche Vereinsarbeit zurückblicken. Für zahlreiche Veranstaltungen wurden renommierte Referenten gewonnen, was sich auch in den Besucherzahlen niederschlug. Für einige Veranstaltungen, wie beispielsweise "der rote Faden in der Gesprächsführung" mit Dr. Thomas Spörer, wurde neben dem Seminar auch eine kompetente Kinderbetreuung mit organisiert und angeboten.

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Besonders erfreulich habe sich die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt gestaltet. Den vorbereitenden Kontakten im ersten Jahr des Bestehens folgte ihm Jahr 2004 eine gemeinsam durchgeführte Fortbildungsveranstaltung zum Thema Grundlagen der Bindungstheorie, die wertvolle Erkenntnisse bei der Entwicklung von Bindungen der Kinder an Bezugspersonen vermittelte.

Damit PFAD seinen Mitgliedern sachkundige Hilfe und Unterstützung anbieten kann, haben sich einige Mitglieder zu Beiständen ausbilden lassen, die Pflegeeltern als erste Kontaktstelle mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Ferner wurden weitere Beziehungen mit maßgeblichen Stellen geknüpft. Stets mit dem Ziel verbunden, die Belange von Pflege- und Adoptivfamilien zu fördern und sie auf die besonderen Anforderungen vorzubereiten. Daher wurde in verschiedenen Kooperationen eine breitere Basis für die Unterstützungsarbeit geschaffen. In mehreren Treffen mit dem Partnerverein des Kreises Reutlingen wurden die Gebiete der möglichen Zusammenarbeit erörtert.

Vorstandsmitglied Elisabeth Zink berichtete von den Fortschritten des Qualitätszirkels, an dem sie als Vertreter der Pflegeelternschaft teilnimmt. Dieses Forum wurde vom Sozialen Dienst eingerichtet. Ziel ist es, in den derzeit vier Arbeitsgruppen zu den Themen Kurzzeitpflege, Werbung neuer Pflegeeltern, Inobhutnahme und Kurzzeitpflege mit Verbleib in der Pflegefamilie die Zusammenarbeit zwischen Pflegeeltern, Jugendamt, Sozialen Dienst sowie der wirtschaftlichen Jugendhilfe zu verbessern.

Einstimmig entlastet wurde Kassier Arnold Richter, nachdem die Kassenprüfer Schober und Schmitz eine korrekte und vollständige Kassenführung bestätigt und die Entlastung beantragt hatten.

Nach den Berichten aus den verschiedenen Bereichen wählte die Versammlung ihren Vorstand, der unverändert in seinen Funktionen bestätigt wurde. Vorsitzende des Vereins ist weiterhin Susanne Martin, die von Eberhard Wahl vertreten wird. Als Schriftführer wurde Martin Brand gewählt, der diese Aufgabe im vergangenen Jahr kommissarisch ausgeführt hatte.

Schatzmeister wird weiterhin Arnold Richter sein. Elisabeth Zink und Beate Holtschlag-Apel stellten sich als Beisitzer weiterhin zur Verfügung. Auch Klaus Schmitz und Monika Schober wurden in ihrer Funktion als Kassenprüfer bestätigt.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt warben die Entsandten des Landesverbandes PFAD Baden-Württemberg für eine weitere intensive Zusammenarbeit und stellten das Angebot für die regionalen Vereine vor. Gleichzeitig berichteten sie über die Aktivitäten des Landesverbandes. In einigen Veranstaltungen und Workshops wurden wertvolle Informationen für Pflegefamilien vermittelt, deren Ergebnisse auch wichtigen Stellen in Politik und Pflegeeinrichtungen übermittelt wurden. Gemeinsam startete man denn auch gleich in die Gestaltung des Programms für das laufende Jahr. So trifft sich PFAD im März in der Familienbildungsstätte in Kirchheim zum Thema "Schwierigkeiten bei der Integration unserer Kinder ins Bildungssystem welche Hilfen gibt es?" Am 1. Oktober wird sich der Verein Zeit nehmen für die Frage, wie man "Kinder stark machen" kann. Diese Veranstaltungen sind für alle Interessierten offen.

pm