Lokales

In Rübezahls Reich

"Breslau ist eine Reise wert", diese Feststellung konnten die Schlierbacher Albvereinssenioren machen, die zusammen mit einer landsmannschaftlichen Gruppe einen fast 2000 Kilometer langen Vier-Tage-Trip in die ehemalige Schlesische Hauptstadt machten.

SCHLIERBACH Breslau, im Krieg zu 70 Prozent zerstört, bot eine Fülle historischer Bauten, die größtenteils wieder aufgebaut wurden.

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Über Nürnberg, Bamberg und Dresden ging es in zügiger Fahrt dem östlichen Nachbarland entgegen. Unterwegs freudiges Winken bei der Begegnung mit dem Bus der Schlierbacher Feuerwehr, die ihrer Partnerwehr in dem Oberlausitzer Oderwitz einen Besuch abstattete. Wegen eines fehlenden Passes musste an der Grenze bei Görlitz ein längerer Aufenthalt eingelegt werden. So kam man erst spät im nahe dem Stadtzentrum gelegenen Hotel "Wroclaw" an, wo Quartier bezogen wurde.

Tags darauf war eine Stadtbesichtigung angesagt, wo man staunte über die Fülle historischer Bauten, seien es die vielen prunkvollen Kirchen, die prachtvolle Aula Leopoldina oder die 1912 gebaute Jahrhunderthalle mit ihren 18 000 Plätzen. Das Kloster Trebnitz, wo die Reliquien der "heiligen Hedwig" aufgebahrt werden, war das nächste Ziel der Schlierbacher Albvereinssenioren.

Die Rundfahrt durch das Reich Rübezahls, das Riesengebirge, stand anderntags an. Von oben grüßte die noch schneebedeckte Schneekoppe. Im Hauptort Hirschberg mit seinen barocken Bürgerhäusern wurden die Ausflügler Zeuge des dortigen Kinderfestes, in Schweidnitz wurde die Friedenskirche besichtigt. In einer urigen Baude in Krummhübel wurde Mittagsrast gehalten, ehe die dortige norwegische Stabskirche zu einer Führung einlud. Man staunte nicht nur dort über die große Zahl der Touristen, natürlich waren auch viele Deutsche darunter.

Bei über 30 Grad Hitze war das Besichtigungsprogramm fast des Guten zu viel und die Ausflügler freuten sich über den klimatisierten Bus, der sie überraschenderweise ohne jeglichen Stau am vierten Tag wieder zügig nach Hause brachte.

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